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Augenerkrankungen


 

Allgemeine Maßnahmen auf einer Augenstation

Eine stationäre Behandlung bedeutet für den Patienten oft zumindest eine vorübergehende Minderung der Sehfähigkeit. Dadurch entsteht eine Unsicherheit und erhöhte Verletzungsgefahr für den Patienten. Es gilt auf Augenstationen darauf Rücksicht zu nehmen. Beeinflussende Maßnahmen sind:

  • Für ausreichend Beleuchtung sorgen
  • Bei der Vorstellung des Patienten eine genaue Erklärung der Räumlichkeiten vor der Operation durchführen.
  • Geräte und Gegenstände in den Zimmern möglichst aus dem Weg räumen.
  • Rutschfeste Schuhe verwenden
  • In den Gängen für "Aufgeräumtheit" sorgen: Keine Infusionsständer, Wäschwage, etc. in den Weg stellen.
  • Bettklingel erreichbar anfügen.
  • Beim Führen des Patienten, die Arme leicht angewinkelt halten lassen, damit ein "Abfangen" unter Umständen möglich ist.
  • Vor dem Hinsetezen den Stuhl abtasten lassen.
  • Türschwellen und Stufen innerhalb der Station dürfen nicht vorhanden sein. Der Fußboden sollte rutschfest sein.
  • Griffe in Bad und WC-Anlagen sind gute Behelfe, sie dienen der Orientierung und bieten dem Patienten dadurch Sicherheit.
  • Nachtkästchen mit einem Abschlußrand sind von Vorteil, da die darauf liegenden Gegenstände bei suchendem Hantieren des Patienten nicht so leicht zu Boden fallen können.

Ein weiteres Problem ist, dass durch die vorübergehende Sehbehinderung die Kommunikation und die ATL´s teilweise eingeschränkt sind. Durch den Tropfplan nach der OP ist er meist an gewisse Anwesenheiten auf der Station gebunden, Lesen und Fernsehen ist nicht möglich, Spazierengehen ist oft nur mit Hilfe möglich, Schreiben und Handarbeiten oder Handwerkliche Tätigkeiten sind nicht möglich, Waschen und Kleiden ist meist ebenfalss erschwert. Dennoch sollte den Patienten möglichst viel Eigeninitiative im Bereich des Möglichen zugemutet werden.



 

Kurze Wiederholung der Anatomie und Physiologie des Auges

Die Wand des Auges besteht aus drei  Schichten: Von außen nach innen beginnt der Wandaufbau mit der äußeren Augenhaut (Tunica externa bulbi, auch Tunica fibrosa bulbi). Sie wird in zwei Abschnitte untergliedert. Die weiße Lederhaut (Sclera) liegt im hinteren Bereich des Augapfels. An der Sklera setzen die äußeren Augenmuskeln an, die das Auge in der Augenhöhle bewegen. Weiter vorne geht die Hornhaut in die durchsichtige Hornhaut (Cornea) über.  Die mittlere Augenhaut (Tunica media bulbi oder Uvea)  besteht aus drei Abschnitten. Die Aderhaut (Choroidea) ist reich an Gefäßen und versorgt die darunter liegenden Schichten mit Nährstoffen. Nach vorn geht die Aderhaut in den Ziliarkörper (auch Strahlenkörper, Corpus ciliare) über, der der Aufhängung der Augenlinse und der Adaption von Nah- und Fernsehen (Akkommodation) dient. Der vorderste Abschnitt der mittleren Augenhaut ist die Regenbogenhaut (Iris). Sie bildet die Pupille und reguliert den Lichteinfall. Ihre Pigmentierung verursacht die Augenfarbe.

Die innere Augenhaut ist die Netzhaut (Tunica interna bulbi oder Retina). Sie enthält die Lichtsinneszellen, die sog. Stäbchen und Zapfen. Dort, wo der Sehnerv das Auge verlässt, (die Papille) befinden sich keine Lichtsinneszellen. Die Stelle des schärfsten Sehens ist der sog. gelbe Fleck, der besonders viel Sehzellen besitzt.  Der Innenraum des Augapfels enthält den Glaskörper (Corpus vitreum), die Linse (Lens) und wird unterteilt in die beiden Augenkammern (Camera anterior und posterior bulbi).

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Augenkrankheiten

Augenerkrankungen sind besonders häufig im Alter oder im Kindesalter.