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Augenerkrankungen


 

Sehvorgang

Das ins Auge einfallende Licht durchdringt die Hirnhaut, das Kammerwasser, die Linse und den Glaskörper, also den optischen Sehapparat des Auges, bevor es die Netzhaut mit den lichtempfindlichen Rezeptoren erreicht. Dieser Apparat entwirft ein (umgekehrtes) verkleinertes Bild der Umwelt auf der Netzhaut. Bei der Kornea sorgt vor allem die Tränenflüssigkeit für eine einwandfreie Bildwiedergabe. Sie wird von den Trändendrüsen ausgeschüttet, verteilt sich durch den Lidschlag über das Auge, wird durch die beiden Tränengänge (Mündung am Ober- und Unterlid) über den Tränensack in die Nasenhöhle abgeleitet.

Der Lichteintritt ins Auge wird durch die Iris mittels M. dilatator und sphincter pupillae betätigt (Miosis-cholinerg; Mydriasis-adrenerg). Die Formhaltung des Augapfels (Bulbus) wird einerseits durch seine Hülle, anderseits durch eine gegenüber der Umgebung erhöhten Augeninnendruck gewährleistet.(15-22 mm Hg).  Für die Konstanz dieses Druckes spielt das Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluß des Kammerwassers eine wesentliche Rolle. Die Produktion des Kammerwassers geschihet im Processus ciliaris, der Abfluß durch die vordere Augenkammer und den Schlemmschen Kanal im Kammerwinkel ins Venensystem.

Die Linse des Auges ist an den Zonulafasern aufgehängt. Diese sind beim Sehen in die Ferne (Fernakkommodation) gespannt, wodurch die Linse (besonders die Vorderfläche) abgeflacht wird. Beim Sehen in die Nähe (Nahakkommodation) werden die Zonulafasern durch die Anspannung des Ziliarmuskels entspannt, und die Linse nimmt infolge ihrer Elastizität wieder ihre ursprüngliche, weniger flache Form an. Die Innenseite der Bulbuswand wird bis weit nach vorne von der Retina ausgekleidet. ausgespart davon bleibt die Stelle, wo der Sehnerv den Bulbus verläßt (Papilla n. optici oder blinder Fleck). Gegenüber der Pupillenöffnung ist die Retina leicht vertieft (Fovea centralis). Die Retina enthält die Stäbchen und Zapfen, beides Rezeptoren für Licht. Die lichtempfindlichen Sehfarbstoffe sind in die Membransehscheibchen der Stäbchen- und Zapfenaußenglieder eingelagert.



Untersuchung beim Augenarzt

Im Rahmen der Augenärztlichen Untersuchung muss unterschieden werden zwischen den Vorsorgeuntersuchungen - z.B. im Rahmen der Mutter Kind Pass Untersuchung nach Abschluss des zweiten Lebensjahrs oder im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung oder zur Brillenanpassung - und dem Augenarztbesuch bei aktuellen Beschwerden. Die augenärztliche Untersuchung beginnt in aller Regel (Ausnahme bei Notfällen) mit einem Gespräch und einer Befragung durch den  Arzt. Dies wird als Anamnese bezeichnet. Die häufigsten Beschwerden, die bei einem Augenarzt angegeben werden sind Schmerzen oder eine Verschlechterung des Sehvermögens. Durch gezielte Fragen wird der Arzt versuchen, allein durch das Gespräch auf eine Verdachtsdiagnose zu kommen um dann gezielt eine Diagnose durchführen zu können. Es werden nicht immer alle diagnostischen Mittel gleichzeitig eingesetzt, sondern je nach Anamnese unterschiedliche Hilfsmittel zur Diagnosestellung eingesetzt. Beginnen wird der Arzt jedoch meist mit einer Anamnese.

Anamnese

Die Anamnese umfasst die Befregung durch den Arzt und das Abfragen der aktuellen Symptome. Bei Schmerzen wird der Arzt versuchen zu eruieren woe diese lokalisiert sind, ob diese Schmerzen eher als oberflächlich oder in der Tiefe des Auges empfunden werden und ob diese Schmerzen ausstrahlen. Bei einer eventuell vorhandenen Sehverschlechterung wird sich der Arzt erkundigen wie lange diese schon besteht, ob sie plötzlich oder allmählich aufgetreten ist, ob ein- oder beidseitig und wie stark diese Sehverschlechterung empfunden wird. Weiters wird er auf spezielle Symptome achten, die manchmal einen sehr genauen Hinweis auf Erkrankungen geben. Solche Symptome können z.B. Doppelbilder sein, entweder Doppelbilder in Ruhe oder erst bei Augenbewegung, Lichthöfe um Leuchtquellen, Lichtblitze, "Schwarm von schwarzen Mücken" oder "Rußflocken". Durch die Anamnese wird der Arzt eine Verdachtsdiagnose konstruieren, um danach gezielt Untersuchungen durchzuführen.

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Augenkrankheiten

Augenerkrankungen sind besonders häufig im Alter oder im Kindesalter.