
Für die pflegerische Dokumentation benötigt man Fachausdrücke mit denen eine Bewegung beschrieben werden kann. Für jede Bewegungsrichtung im Raum gibt es eine Bezeichnung. Man unterscheidet:
Ausserdem herrschen manchmal noch zusätzliche Fachbegriffe:
Die Körperhaltung kann Aufschlüsse auf den inneren, psychischen Zustand eines Menschen geben. Sie kann aufrecht, locker, entspannt, gerade, selbstsicher, gedankenverloren, müde, unsicher, etc. sein.
Das Gangbild kann Aufschlüsse auf Krankheiten. Es gibt z.B. ein typisches Gangbild bei Halbseitengelähmten Menschen nach Schlaganfall. Dies wird als Wernicke-Mann Gangbild bezeichnet: Der Patient schwingt das gelähmte Bein beim Gehen halbkreisförmig nach außen, der gelähmte Arm ist angewinkelt an den Oberkörper gepresst (Wernicke-Mann-Gang). Bei der sog. Parkinsonkrankheit findet man extrem kleine Schritte (Tippelschritte), nach vorn gebeugter Oberkörper, sowie fehlendes Mitschwingen der Arme. Oder bei Lähmungen von Nerven z.B. können eigene Gangbilder entstehen: die Peroneusparese (Lähmung des Fußhebernerven): Sie führt zum Steppergang, einige sprechen auch vom Storchengang: Der Patient kann den schlaff herabhängenden Fuß nicht abrollen und hebt ihn deshalb bei jedem Schritt - wie ein Storch - nach oben, um ein Stolpern zu verhindern.
Unter einer Immobilität versteht man eine teilweise oder vollständige Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten eines Menschen. Je nach Ausprägung und Dauer der Immobilität können mehrere körperliche Folgen für Patienten auftreten. An der Haut besteht die Gefahr des Dekubitus (Druckgeschwür), am Herz-Kreislaufsystem die Thrombosegefahr, im Bereich der Atmung kommt es zum Sekretstau mit der Gefahr einer Pneumonie, die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird gestört und der Schlaf-Wach Rhytmus gerät ins Ungleichgewicht. Immobilität stellt damit eines der wichtigsten und häufigsten pflegerischen Problem dar.
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Die Mobilität ist eine der grundsätzlichen Betätigungsfelder in der Pflege von Menschen.