
Tönungen von Farbbildern in Sepia oder andere Farben sind sehr beliebt und geben dem Bild oft einen bestechenden Eindruck. Wie bei der Schwarzweißumwandlung gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten dies zu tun.
Der einfachste - aber auch hier derjenige mit der wenigsten Kontrolle - ist über die Fotofilter. Über Bild >> Anpassen >> Fotofilter oder über Ebene >> Neue Einstellungsebene >> Fotofilter gelangen Sie ebenfalls zum Fotofilter. Hier können Sie den Filter "Sepia" oder andere Tönungen auswählen.

Spielen Sie mit der Prozentzahl um nach eigenem Befinden die richtige Einstellung zu finden.
Eine zweite Möglichkeit ist über Farbton/Sättigung. Über Ebene >> Neue Einstellungsebene >> Farbton/Sättigung gelangen Sie zur Sättigungs und Farbtonwahl. Machen Sie ein das Häckchen bei "Färben" an. Wählen Sie die Sättigung bei 25% und den Farbton bei etwa 10%, die Einstellung ist Geschmackssache und eben ein Vorteil gegenüber der obigen Methode.
Die selektive Tonwahl ist eine Möglichkeit aus der Dunkelkammer um bestimmte Bereiche eines Bildes unterschiedlichen tonalen Farben zuzuordnen. So kann man damit die Schatten und die Lichter in einem Bild einzeln bearbeiten. So kann man mehr Tiefe und Wirkung in die Bilder bringen.
Wandeln Sie erste ein Bild in Schwarzweiß um. Die Methode können Sie frei wählen. Unten wurde über den Kanalmixer umgewandelt, mit der Einstellung 40 - 40 - 20.

Jetzt können Sie bestimmte Bereiche des Bildes auswählen. Gehen Sie dazu zu Auswahl >> Farbbereich auswählen. In dem geöffneten Menü wählen Sie "Lichter" aus. Drücken Sie auf OK, so dass die Lichter jetzt ausgewählt erscheinen.
Als nächstes gehen Sie zu Auswahl >> Auswahl verändern >> Auswahl abrunden. Damit können die ausgewählten Bereiche abrunden. Ich habe eine Abrundung von 10 gewählt.
Hier gilt wieder das Probieren über Studieren geht. Wählen Sie nun unter Ebene >> Neue Einstellungsebene >> Farbton/Sättigung. Machen Sie das Häckchen bei "Färben" an. Jetzt beginnt wieder die Geschmacksache. Im Beispiel wurde ein Farbton von 60 und eine Sättigung von 10 gewählt um eine leichte Färbung in Richtung Sepia zu erreichen.
Machen Sie das den gleichen Vorgang jetzt für die Schatten. Gehen Sie dazu zu Auswahl >> Farbbereich auswählen. In dem geöffneten Menü wählen Sie diesmal "Tiefen" aus. Drücken Sie auf OK, so dass die Schatten jetzt ausgewählt erscheinen. Als nächstes gehen Sie zu Auswahl >> Auswahl verändern >> Auswahl abrunden. Damit können die ausgewählten Bereiche wieder abrunden. Ich habe auch hier eine Abrundung von 10 gewählt.
Wählen Sie nun wieder unter Ebene >> Neue Einstellungsebene >> Farbton/Sättigung. Machen Sie das Häckchen bei "Färben" an. Im Beispiel wurde ein Farbton von 300 und eine Sättigung von 6 gewählt um eine leichte Färbung des Waldes zu erreichen. Hier sollten Sie ein wenig nach Ihrem Belieben herumexperimentieren.

Eine weiteres Anwendungsbeispiel für die selektive Tonwahl sehen Sie unten.
Zu Beginn der Fotografie wurde eine Fotoemulsion aus Eiereiweiß und einer lichtempfindlichen Silberlösung verwendet. Diese Fotografien weisen sehr spezielle, warme Farbtöne auf, die damals sicherlich nicht beabsichtigt waren, heute aber einen ästhetischen Charme versprühen. Um diesen Charme nachzuahmen benötigen Sie nur wenige Schritte. Als erstes wandeln Sie das Farbbild in ein Schwarzweißbild um, welche Methode Sie dabei verwenden bleibt Ihnen überlassen.
Danach wählen Sie unter Bild >> Anpassen >> Farbbalance die Farbbalancepalette. Alternativ können Sie dies auch über die Ebene >> Neue Einstellungsebene >> Farbbalance erreichen.

Dann wird das Bild wie im vorigen Beispiel gesplitet, so dass Sie die Schatten und die Lichter und die Tiefen unterschiedlich tonal färben können.
Wählen Sie für die Lichter die tonalen Farbtonwerte von (0) - (-8) - (-52). Für die Tiefen wählen Sie (-2) - (-16) - (+49).

Wem die Farbwahl zu aufdringlich ist, kann noch mit der Deckkraft in der Ebenenpalette spielen. Auch kann man sich mit den Mitteltönen spielen. So kann man mit (-60) - (0) (+95)

einen Blauton hinzufügen.
Genauso wie man Schwarzweißfotos mit dem Histogramm erstellen kann, kann man auch eine Tonierung mit dem Histogramm erreichen.
Für das folgende Bild wurden die Kurven in Rot und Blau folgendermaßen gewölbt:


Das Ergebnis sieht dann so aus:
Ein Schwarzweißfoto wird üblicherweise mit der Farbe Schwarz bedruckt. Photoshop bieten Ihnen auch die Möglichkeit Schwarzweißbilder mit einer Druckfarbe zu drucken außer Scharz. So werden Schwarzweißbilder in Form von Simplexbildern mit nur einer Farbe bedruckt - diese Farbe ist jedoch nicht schwarz. Duplexbilder werden demnach mit zwei Farben bedruckt (wieder außer Schwarz), Triplex mit drei und Quadruplex mit vier Farben. Hier werden also farbige Druckfarben verwendet um ein Graustufenbild zu erhalten. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Erweiterung des Tonwertumfanges. Zwar beinhaltet ein Graustufenbild 256 verschiedene Graustufen, Drucker oder Druckmaschinen sind jedoch üblicherweise nur in der Lage etwa 50 verschiedene Grautöne pro Farbe zu erzeugen. Graustufenbilder mit zwei, drei oder vier Farben erhöhen somit den Umfang, da für jede Farbe 50 verschiedene Grautöne zur Verfügung stehen. Die zweite Farbe neben Schwarz kann z.B. Grau sein (z.B. grau in den Lichtern), es kann jedoch auch ein bunte Farbe für die Lichter eingesetzt werden, was dem Bild wieder einen eigenen Charakter verleiht. Das unten stehende Bild ist im Duplex Modus erstellt worden.

Und so erzeugen Sie ein Bild im Duplexdruck:
Die Kurve für die graue Farbe

Die Kurve für die schwarze Farbe.
Wollen Sie ein Duplexbild aus Schwarz und einer zweiter Farbe erstellen, können Sie auch Farben aus einem der Photoshop Ordner heranziehen. In den Duplex Optionen haben Sie auch die Möglichkeit über die Schaltfläche "Laden" einige Farbbeispiele zu laden. Suchen Sie den im Photoshop den Ordner Vorgaben >> Duplex >> Duplex >> Grau/Schwarz Duplex. Danach können Sie einige "auserwählte" Graufarben - oder in den anderen Ordnern eben andere Farben - als zweite Farbe neben Schwarz wählen. Wie Sie oben gesehen haben, können Sie sich aber auch die Farben individuell mischen, ein für kreative Möglichkeiten sehr weites und offenes Feld.
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