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Dermatologie und Venerologie


 

Aufbau der Haut - Fortsetzung

Lederhaut (Dermis)
Dieses sogenannte Hautbindegewebe besteht aus Zellen und Fasern. Darin eingebettet sind die von der Epidermis abstammenden Hautanhangsgebilde ( Haarfollikel, Talgund Schweißdrüsen ) sowie Nerven und Gefäße. An Zellen findet man Fibroplasten, Lymphozyten Mastzellen, und  Makrophagen. An Fasern findet man kollagene ( Reißfestigkeit), elastische ( Elastizität). Bei können beide durch UV oder Röntgen zerstört werdcn. Die Dermis besteht vorwiegend aus  Bindegewbsfasern und dient der Ernährung und Verankerung der Epidermis. Hier versorgt das fein kapillarisierte Blutgefäßsystem die Grenzzone zur Epidermis. Der Ursprung der Talg und Schweißdrüsen findet sich in der unteren Lederhaut. Diese enthält die für die Thermoregulation wichtige glatte Muskulatur und Blutgefäße.

Nerven:
Haut ist riesiges Sinnesorgan ( ca. 2 m2 ) ! wichtig für zwischenmenschlichen Kontakt, bzw. somatisches Befinden; man denke an einen quälenden Juckreiz 1 Es finden sich ausschließlich sensible und vegetative Nervenfasern. Sensibel werden die Qualitäten Druck und Berührung, Temperatur Schmerz, Brennen und Juckreiz vermittelt. Sie bilden auch die Schiene, entlang der die Zosterviren zur Hautinfektion führen. Eine Kontraktion der Musculi arectores pilorum führt zu Gänsehaut.

Gefäße

Gefäße sind in der Haut weit mehr, als zur Ernährung notwendig wären, da zusätzlich Wärmeregulation und Abwehrfunktion und Transport von Entzündungszellen und Antikörper, sowie Mitbestimmung der Hautfarbe ( Erythem = Rötung durch Weitstellung; Blässe im Schock).

Subkutis

Sie besteht aus Fettläppchen, die Dicke ist sehr unterschiedlich, hat die Funktion der Wärmeisolation, darin liegen auch die größeren oberflächlichen Venen ( bei Erweiterung Varicositas  = Krampfadern ) sowie größere Lympmpbahnen (bei Zerstörung - Lymphödem). Die Subcutis bildet die Unterlage für die darüberliegenden Hautschichten und enthält die größeren Blutgefäße und Nerven für die oberen Hautschichten, sowie das subkutane Fett und lockeres Bindegewebe. In der Unterhaut liegen Sinneszellen für starke Druckreize.



Hautanhangsgebilde

Zu den Hautanhangsgebilden gehören die Haare, die Drüsen und die Nägel der Haut.Zu den sog. Hautanhangsgebilden der Haut gehören Haare mit ihren Talgdrüsen und dem Haarbalgmuskel (Musculus arrector pili), Nägel und Schweißdrüsen, wobei letztere in ekkrine und apokrine Schweißdrüsen unterteilt werden. Nicht zuletzt ist auch die Milchdrüse eine modifizierte Hautdrüse.

Haare

Der Haarfollikel kann als Einstülpung der Epidermis aufgefaßt werden. Sie werden embryonal angelegt, später im Leben nicht mehr erneuert ( darum z.B. keine, Haare in einer Narbe ). An der Follikelbasis liegen die sogenannten Matrixzellen, welche durch Teilung mit anschließender Verhornung das Haar wachsen lassen.

Morphologisch

  • Lanugo - Haare des Embryos
  • Vellus - Haare als flaumartige Körperbehaarun-
  • dickeren Terminallhaare als Kopf-u. Schambehaarung

Das Haar wächst nicht kontinuierlich, sondern zyklisch und asynchron. Dadurch ergibt sich ein natürlicher Haarausfall von ca. 8o - loo Haaren pro Tag. Die Haarfarbe ist abhängig von dem Melaningehalt der Melanozyten, welche zwischen den Matrixzellen liegen.

Haarzyklus: Gesamtdauer am Kopf ca. 7 Jahre
Wachstumsphase = Anagenphase ( kontinuierlich durch ca. 6 Jahre ca. o,35 mm pro Tag
Übergangsphase = Katagenphase ( dauert nur wenige Tage, die Haarzwiebel bildet sich zurück, die Matrix stellt die Zellteilung ein, es entsteht,das Kolbenhaar)
Ruhepause  = Telogenphase ( dauert ca. 6 Monate, nornial sind ca. 15 - 2o % der Koufhaare in der Telogenphase ).

Merke:

Vermehrter Haarausfall:

  • nach Absetzen der " Pille ",
  • nach Schwangerschaft,
  • nach schwerer Erkrankung,
  • nach schwerem Streß,
  • bei Mangelernährung oder bei Kindern nach der Geburt - ist lediglich bedingt durch vermehrten Übergang in die Ruhephase; wird binnen 6 Monaten wieder aufgeholt, ist also voll reversibel.

Wichtiges Hormon für die Regulation des Haarwachstums ist das Testosteron ( auch das weibliche Progesteron besitzt eine gewisse androgene Wirkung ). Testosteron fördert Scham-und Bartbehaarung, hemmt das Kapillitium.


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