
Leistenhaut und Felderhaut
Betrachtet man die Haut genauer oder mit einer Lupe, so wird man ein feines Relief sichtbar. Nach diesem wird die Haut in zwei Typen unterschieden.Die Leistenhaut tritt an den Fingern, der Handinnenseite und der Fußsohle auf. Die übrigen Hautbereiche sind von der Felderhaut bedeckt. Hier zeigt die Oberfläche durch feine Furchen abgegrenzte rhombische Felde.
Die Haut als Grenzorgan Die Haut schützt uns vor dem Eindringen von Erregern bzw. gasförmigen, flüssigen oder festen Fremdsubstanzen im weitesten Sinn, mechanischen Verletzungen, Strahlenschäden aber auch vor Flüssigkeits- Elektrolyt- und Proteinverlusten, die bei schweren Verbrennungen der Haut lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.
Wärmehaushalt
Über die Haut kann der Körper seinen Thermohaushalt regulieren. Einer Überhitzung wirkt die Haut mit den Schweißdrüsen entgegen. Durch die Produktion des Schweiß und die dadurch mögliche Verdunstung wird Wärme von den dicht unter der Haut verlaufenden Kapillaren, die dazu weit geöffnet sind, abgeführt. Mit Hilfe des subkutanen Fettgewebes und im geringeren Maße durch die Behaarung wird Wärme zurückgehalten.
UV-StrahlungsschutzDie Haut des Menschen schützt das darunterliegende Gewebe vor UV-Strahlung. Die Stärke der einfallenden UV-Strahlung hängt von der geographischen Lage und von der Jahreszeit ab. Die Haut reagiert auf den Reiz mit der Bildung des Melanin das der Haut einen braunen Farbton gibt und der Verdickung der Hornschicht, die die Haut umgibt, der sogenannten Sonnenschwiele.
Der Hauttalg
Der Talg (lat. Sebum) wird von den in die Haarfollikel einmündenden Talgdrüsen gebildet. Die täglich gebildeten 1-2g Talg verteilen sich gleichmäßig über die Haut. Es gibt Areale am Körper, an denen die Talgdrüsen besonders hypertroph sind. Es sind dies v.a. die Kopfhaut, das Gesicht und die Thoraxregion. Diese Regionen werden soborrhoischen Areale genannt. Der Talg besteht aus Wasser, Salzen, Aminosäuren, Harnstoff und vor allem aus Lipiden, die die Haut wasserabweisend machen. Der pH Wert der Haut liegt im sauren Bereich, was vor allem das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmt. Trotzdem befindet sich auf der Haut eine permanente Bakterienflora, die v.a. die Aufgabe hat, die sehr nährstoffreiche Talgzusammensetzung zum Teil zu verdauen und so möglichen Pilzen die Grundlage für ein Wachstum zu nehmen. Reguliert wird die Talgdrüsenproduktion v.a. durch die Hormone, Androgene wie das Testosteron bewirken eine Steigerung der Produktion.
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