
Basaliome sind der häufigste, sog. semimanigne (halbbösartige)Tumortyp der Haut. Sie sind durch ein charakteristisches klinisches und histologisches Bild ausgezeichnet und treten mit einem Gipfel im Greisenalter bei beiden Geschlechtern etwa gleich häufig auf. Sie werden als " semi-maligne " bezeichnet, da sie zwar schrankenlos lokal wachsen, aber so gut wie nie metastasieren. Ein Basaliom kann daher nur durch lokale Zerstörung lebenswichtiger Strukturen zum Tode führen (etwa Arrosion von Arterien, Eindringen in die Schädelkapsel: Meningitis). Heute ist man der Meinung, daß Basaliome von persistierenden primordialen " Haarfollikel-Keimen" ausgehen. Hiefür spricht neben dem histologischen Bild ( Haarfollikelepithel-ähnlich) der Umstand, daß Basaliome nie an Körperstellen ohne Haaranlagen auftreten ( Handflächen, Fußsohlen, Mund- und Genitalschleimhaut). Fast alle Basaliome ( 9o %) treten zentrofacial auf, das heißt, an Nase, Orbita- und Präauriculär-Region.
Klinisches Bild:
Basaliome sind durch eine charakteristische diagnostische Primär-Effloreszenz gekennzeichnet: das sogenannte Basaliom Knötchen. Es händelt sich um ein bis mehrere Millimeter großes, derbes, hautfarbenes, halbkugeliges Knötchen von perlmutterartigem Glanz, das von kleinen bis größeren Teleangiektasien umgeben und überzogen ist. Ein Basaliom besteht aus einem einzigen oder mehreren aggregierten derartigen Basaliom-Knötchen. Sehr langsames Wachstum ( Jahre ! ) ; im späteren Verlauf Exulceration.
Folgende klinische Unterformen werden unterschieden:
1) knotiges Basaliom: entspricht der oben gegebenen Beschreibung.
2) cystisches Basaliom: durch pseudo-glanduläre Differenzierung entstanden; sieht aus wie oben beschrieben, schimmert jedoch cystisch durch, fluktuiert manchmal; bei Anstechen kann sich seröse Flüssigkeit entleeren.
3) pigmentiertes Basaliom: wie oben beschrieben, jedoch von bräunlicher bis schwarz-brauner Farbe. Durch die Farbe bedingt, kann man manchmal gut einen feinen Läppchenaufbau erkennen.' Pigmentierte Basaliome können auch vom oberflächlichen Typ sein.
Metastasierung von Basaliomen:
Kommt praktisch nicht vor, da Basaliome anders als wirklich maligne Tumoren nicht aus verschleppten Einzelzellen Metastasen bilden können, sondern hierfür ihr Stroma begleitendes Bindegewebe ) benötigen. Basaliome sind daher zwar theoretisch transplantierbar, doch wird klinisch nur unter sehr ausgesuchten Umständen BasaliomGewebe mit Stroma vom Primärtumor weg vertragen; Beispiel: Aspiration von Tumor-Material aus zerfallendem Basaliom der Nase in den Bronchialbaum.
Therapie des Basalioms
Excision mit relativ knappem Sicherheitsrand. Oberflächliche Basaliome können mit Kryotherapie behandelt werden. 5-Fluorouracil ist meist wenig oder nicht wirksam.
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