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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

 

Herpes zoster oticus

Das Herpes zoster Virus verursacht üblicherweise Fieberbläschen. Treten diese Fieberbläschen im Gehörgang auf wird diese Entzündung Zoster oticus genannt.


Der sogenannte Herpes zoster oticus ist eine Entzündung es Gehörs, die durch Windpockenviren ausgelöst werden. Diese Viren heissen im lateinischen Herpes Zoster Viren. Diese Viren verursachen beim Erstkontakt - meist im Kindesalter - die Windpocken aus. Die Viren werden im Laufe der Windpockenerkrankung aber nicht gänzlich abgetötet sondern ziehen sich in die Nervenwurzeln zurück, wo sie ein Leben lang verbleiben. Im Erwachsenenalter können diese Viren dann wieder reaktiviert werden und wandern entlang der Nervenwurzeln vom Rückenmark ausgehend wieder aus. Diejenigen Nerven, die Sie als "Bahnen" dabei verwenden, entzünden sich und lösen die zum Teil heftigen Schmerzen aus. Meist verlaufen diese Bahnen entlang des Brustkorbs und zeichnet sich dort als sogenannte Gürtelrose ab. Genau so können die Viren aber von Hirnnerven ausgehend wieder auswandern und dann das Gehör betreffen. Im Gehörgang findet der Arzt dann kleine Bläschen und Krusten. Bei mehr als der Hälft tritt gleichzeitig eine Lähmung des Gesichtsnerves und Schwindel als Ausdruck der Mitbeteiligung des Gleichgewichtes auf. Es kommt zur Innenohrschwerhörigkeit und zum Schwindel, eine Kombination die von Ärzten Ramsay Hunt Syndrom genannt wird.

Neben der Untersuchung des Ohres werden meist noch Hörtests sowie Gleichgewichtsuntersuchungen durchgeführt. Ebenso wird manchmal eine Blutuntersuchung durchgeführt. Als Therapie verabreicht man Mittel gegen diese Viren, die man Virostatika nennt. Der meist noch bestehende Hörsturz wird meist zusätzlich mit Kortison behandelt.

 


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