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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

Pyramidenquerfraktur

Die Pyramidenquerfraktur gehört zu den Schädelbasisbrüchen

Die Pyramidenquerfraktur gehört als sog. laterobasale Fraktur zu den Schädelbasisbrüchen.
Diese Bruchform ist seltener als die Pyramidenlängsfraktur. Sie tritt im Gegensatz zur Pyramidenlängsfraktur bei einer Gewalteinwirkung von vorne - seltener auch bei einer Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf - auf. Bei einem Schlag auf die Stirn setzt sich der Bruchkanal durch die Stirnhöhle hinweg quer durch die Pyramide fort.

Wie erkennt der Arzt eine Pyramidenquerfrakturr und was sind die Symptome?
Im Gegensatz zum Längsbruch läuft beim Querbruch kein Blut aus dem Gehörgang, da die Bruchlinie durchs Mittelohr läuft. In der Ohrmikroskopie sieht der Arzt deshalb ein mit Blut gefülltes Mittelohr, das Trommelfell ist intakt. Ist die Hirnhaut gerissen, kommt es zum Austritt von Hirnwasser. Dieses Hirnwasser - vom Arzt als Liquor bezeichnet - kann über das Mittelohr und die Ohrtrompete als klare oder leicht blutige Flüssigkeit in die Nase ablaufen. Am Unfallort sieht man dann diese Flüssigkeit aus der Nase abrinnen. In der Hälfte der Fälle findet man eine Verletzung des Gesichtsnerves, was als Fazialislähmung bezeichnet wird. Es kommt zum Schwindel als Ausdruck der Beteiligung des Gleichgewichtsorgans. Durch diese Art der Verletzung wird das Innenohr verletzt, eine Taubheit auf dieser Seite tritt ein.

Welche Therapie wird bei einer Pyramidenlängsfraktur durchgeführt?
Eine Operation wird in den meisten Fällen nicht durchgeführt. Meist werden Antibiotika gegen die Gefahr einer ins Hirn aufsteigenden Infektion gegeben. Ist eine Lähmung des Gesichtsnerves (Fazialislähmung) eingetreten, so wird in aller Regel eine Entlastungsoperation des Nerves durchgeführt. Rinnt Hirnwasser über die Nase ab, so ist dies ein Zeichen für eine Verletzung der Hirnhäute. Meist heilt diese Verletzung von selbst zu. Passiert dies nicht und es rinnt auch nach Tagen immer noch Hirnwasser ins Mittelohr und über die Nase ab, dann wird dieser Defekt der Hirnhäute in einer Operation abgedichtet.

Gibt es Spätschäden bei einem Schädelbasisbruch mit Gewalteinwirkung von der Vorne (Pyramidenquersfraktur)
Da es sich um eine sehr schwere Verletzung handelt, hängt die Art der Spätschäden vor allem vom Verletzungsgrad des Gehirns ab. Ist keine Schädigung des Gehirns vorhanden und der Patient nicht im Koma so betreffen die Spätschäden bei dieser Art von Verletzung vor allem den Gesichtsnerv und die Hirnhäute. Wurde der Gesichtsnerv direkt durch den Unfall geschädigt, so erholt sich der Nerv oft nur schwer. Die Hirnhäute können nach Abheilen der Wunde eine Vorwölbung im Bereich des Bruchspaltes entwickeln, ein Krankheitsgeschehen, dass Meningocele genannt wird. Auch können über diesen Bruchspalt eventuell Keime und Erreger aufsteigen, was manchmal zu einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) in diesem Bereich führen kann.


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