
Die Frontobasale Fraktur stellt eine Form des Schädelbasisbruches dar und entsteht durch Gewalteinwirkung auf Stirn und Mittelgesicht.
Zu den Schädelbasisbrüchen gehören Verletzungen die zum Bruch der forderen Schädelgrube führen. Zudem kann es zu Bruchlinien innerhalb einiger Knochen des Gesichts kommen. Es ist dies das Stirnbein mit der Stirnhöhle, das Dach der Augenhöhle, sowie einige andere Knochen wie z.B. das Siebbein oder das Keilbein. Als Ursache kommen meist Verkehrs- oder Arbeitsunfälle vor. Auch Gewaltverbrechen können derartige Verletzungen herbeiführen. Der Arzt unterscheidet zwischen mehreren verschiedenen Typen von Brüchen, je nachdem welche Knochen betroffen sind. Beim Typ Escher I z.B. wirkt die Gewalt mehr von oben auf den Schädel und es kommt zum Bruch der Strinhöhle, die meist in mehrere Stücke zerbricht (Trümmerfraktur). Ein Typ Escher II bezeichnet der Arzt ein Bruch, bei dem die Gewalt mehr auf die Region um das Nasenbein einwirkt. Bruchstücke können dabei in die Stirnhöhle gelangen. Ist die Gewalteinwirkung noch mehr im Gesichtszentrum so entstehn zunehmend Brüche des Oberkiefers.
Wie erkennt der Arzt eine Frontobasale Fraktur (Schädelbasisbruch) und was sind die Symptome?
Typisch sind Blutungen aus dem Mund und aus der Nase. Im zeitlicher Verzögerung kommt es zur Ausbildung von Blutergüssen um die Augen herum, was auch als Brillenhämatom bezeichnet wird. Hämatom ist der Fachbegriff für Bluterguss. Kommt es zum Abriss der Riechnerven, geht der Geruchssinn verloren (Anosmie). Kommt es zum Abtropfen von wässriger Flüssigkeit aus der Nase liegt eine Zerreissung der Hirnhaut vor. Eine Zerreissung der Hirnhaut (Meningen) führt zu einem Austritt von Hirnwasser, das Hirnwasser wird vom Arzt Liquor genannt, das Abfliessen von Hirnwasser als Liquorrhö. Da das Hirnwasser aus der Nase abläuft und wird diese Art der Liquorrhö als Rhinoliquorrhö bezeichnet.
Nur eine starkte Gewalteinwirkung kann einen Schädelbasisbruch auslösen, weshalb oft auch noch erhebliche Verletzungen des Gehirns und der Hirnhäute vorliegen können. Es sind vor allem die Verletzungen des Gehirns, die die Gefährlichkeit einer Schädelbasisfraktur ausmachen. Bei Vorliegen einer schweren Hirnverletzung ist der Patient meist im Koma. Vor allem eine Computertomografie gibt Aufschluss über die Mitbeteiligung von Gehirn und Hirnhäuten.
Welche Therapie wird bei einer Frontobasalen Fraktur durchgeführt?
In aller Regel ist eine Operation zur Behebung der Schäden notwendig. Je nachdem welche Knochen betroffen sind, wird eine Wiederherstellung der ursprünglichen anatomischen Gegebenheiten angestrebt. Ist die Strirnhöhle zertrümmert, so wird diese durch Verplattung wieder zusammengefügt, ist die Hirnhaut geschädigt so muss dieser Defekt unter Umständen abgedeckt werden. Bei ungenügender operativer Versorgung kann es zum Auftreten von Spätkomplikationen kommen.
Gibt es Spätschäden bei einem Schädelbasisbruch?
Da es sich um eine sehr schwere Verletzung handelt, hängt die Art der Spätschäden vor allem vom Verletzungsgrad des Gehirns ab. Ist keine Schädigung des Gehirns vorhanden und der Patient nicht im Koma so betreffen die Spätschäden bei dieser Art von Verletzung vor allem die Hirnhäute. Die Hirnhäute können nach Abheilen der Wunde eine Vorwölbung im Bereich des Bruchspaltes entwickeln, ein Krankheitsgeschehen, dass Meningocele genannt wird. Auch können über diesen Bruchspalt eventuell Keime und Erreger aufsteigen, was manchmal zu einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) in diesem Bereich führen kann.
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