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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


Tinnitus

Als Tinnitus wird jede Art von emfundenen Hörgeräuschen bezeichnet.

Was ist Tinnitus?
Unter einem Tinnitus wird jede Art eines empfundenen Hörgeräusches bezeichnet. Der Ton entsteht im Kopf, das heisst, es ist kein externer externer Ton anwesend. Die Qualität des Tinnitus kann unterschiedlich sein. Er wird häufig als ein „pfeifen in den Ohren“ beschrieben, von einigen auch Leuten als  Zischen, Brüllen, oder eine Art von Klicken empfunden. Ein Tinnitus tritt bei sehr vielen Menschen zwischenzeitig auf, verschwindet aber bei den meisten Menschen innert kurzer Zeit wieder. Nur wenn der Tinnitus dauernd besteht, ist eine Abklärung und Behandlung nötig. Der Tinnitus kann entweder isoliert oder in Zusammenhang mit einem Hörsturz auftreten. Die Bezeichnung Tinnitus leitet sich vom lateinischen ab und bedeutet soviel wie "das Klingeln der Ohren".

Wie häufig ist der Tinnitus?
Der Tinnitus ist eine sehr häufiges Symptom. Fast alle Menschen erleben kurzfristite Phasen von Ohrgeräuschen. Diese Hörgeräusche nehmen in ihrer Häufigkeit mit dem Alter zu. Etwa ein Drittel aller älteren Menschen gibt an, ständig Ohrgeräusche wahrzunehmen. Der Beginn ist, ähnlich wie beim Hörsturz typischerweise zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, ebenso sind beim Tinnitus Frauen und Männer gleichermaßen betroffen.

Was verursacht Tinnitus?
Der Tinnitus kann entweder als eigenständiges, alleiniges Symptom oder in Kombination mit anderen Symptomen auftreten. Letzteres ist sehr häufig der Fall, vor allem die Kombination von Tinnitus und Hörsturz ist sehr verbreitet. Analog zum Hörsturz ist  die genaue physiologische Ursache von Tinnitus bisher nicht bekannt. Es gibt jedoch einige fassbare und bekannten Ursachen, die einen Tinnitus auszulösen oder verstärken können.

Zu diesen verstärkenden Mechanismen gehört z.B. die permanente Lärmbelastung, sei es im Beruf, oder zunehmend auch im Freizeitbereich. Diese Lärmbelastung  kann die Sinneszellen im Inneohr beschädigen oder sogar zerstören. Dies führt einerseits zur Hörminderung, andererseits kommt häufig auch chronischer Tinnitus zum Hörschaden hinzu. So ist es nicht verwunderlich, dass sehr viele Patienten mit Tinnitus auch gleichzeitig irgend eine Art von Hörstörung aufweisen.

Bestimmte Medikamente sind ebenfalls in der Lage einen bestehenden Tinnitus zu verstärken. Dazu gehören vor allem bestimmte Antibiotika oder auch Mittel zur Krebsbehandlung.

Gerade Kinder können einen Tinnitus in Zusammenhang mit einer Infektion des Mittelohrs erleiden. Nach Ablauf der Entzündung verschwindet dieser Tinnitus in aller Regel wieder.

Ein pulsierendes, oder pulssynchron als rauschen empfundenes Ohrgeräusch kann bei Erkrankungen des Herzens oder der Gefäße vorhanden. Gerade spezielle Missbildungen im Bereich der Gefäße können ein pulsierendes Ohrgeräusch verursachen.

In sehr seltenen Fällen können auch bestimmte Arten von Tumoren einen Tinnitus auslösen. Meist sind diese Tumoren gutartig. Am häufigsten ist dabei das sog. Akustikusneurinom oder ein sehr seltener Tumor, der Glomustumor des Mittelohrs.

Ein Schleudertrauma kann ebenfalls ein Tinnitus auslösen. Dann meist vergesellschaftet mit Schwindel und Kopfschmerzen.

Auch Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Störungen der Schilddrüsenfunktion können einen Tinnitus ebenos beeinflussen wie das Vorhandensein einer Zuckerkrankheit.

Ein Drucktrauma, oder spezielle Erkrankungen des Innenohrs wie der Morbus Meniere, können ebenso das Symptom eines Tinnitus zeigen.

Zusammenfassend kann man somit sagen, das es sehr viele Ursachen und Erkrankungen gibt, die den Tinnitus als Symptom zeigen. Trotz der großen Zahl an möglichen Verursachern des Tinnitus gibt es dennoch viele Patienten, bei denen keine körperliche Ursache für den Tinnitus festgestellt werden kann.

Können auch Kinder Tinnitus haben?

Auch Kinder können vom Tinnitus betroffen sein, wenngleich weitaus seltener wie Erwachsene. Der überwiegende Teil der Tinnituserkrankten ist älter als 40 Jahre. Bei Kindern findet man häufig auch einen Zusammenhang mit einer Infektion des Mittelohrs. Bei einer Mittelohrentzündung kann kurzfristig ein Tinnitus auftreten. Nach abgelaufener Infektion verschwindet dieser aber in aller Regel recht rasch wieder. Eine Lärmbelastung bei Jugendlichen (Disco, MP3 Player,...) führt immer häufiger zu zusätzlichen Belastungsquellen für das Ohr, die Gefahr eines Tinnitus bei Jugendlichen steigt dadurch.

Warum kriegt einer nach einem lauten Konzert einen Tinnitus, der andere nicht?
Das Gehör reagiert nicht bei jedem Menschen gleich. Die Empfindlichkeit ist bezüglich einer Hörschädigung nicht bei jedem Menschen gleich, so kann es vorkommen, das bereits eine recht geringe Lärmbelastung bei bestimmten Menschen ein Tinnitus auslösen können. Manche reagieren selbst bei Wetterveränderungen mit einem Tinnitus. Sehr unterschiedlich ist auch der Grad der Beeinträchtigung, die Menschen einem Tinnitus zuordnen. Während für die einen ein Tinnitus ein erträgliches, kaum beeinflussendes Symptom ist, ist es für die anderen ein quälendes, schlafraubendes Ereignis. Die persönliche Einstellung zum Tinnitus ist somit ein wesentlicher Bestandteil im Umgang mit dem Ohrgeräusch.

Ist Tinnitus erblich?
Es scheint nach neueren Untersuchungen eine genetische Veranlagung (Prädisposition) zu geben, wenngleich es kein sog. "Tinnitusgen" gibt, sondern vielmehr eine Art "Anfälligkeit" für die Erkrankung innerhalb von Familien. Es gibt Erkrankungen, die als Symptom auch einen Tinnitus beeinhalten - wie z.B. der Morbus Meniere oder das sog. Akustikusneurinom, welche eindeutig einen genetischen Bezug zur Entstehung der Erkrankung aufweisen. Daraus wird geschlossen, das der Tinnitus wahrscheinlich aus einer Kombination von verschiedenen genetischen Einflüssen und zustätzlichen Umweltfaktoren entsteht. Die genetischen Einflüsse in der Entstehung von Tinnitus sind Inhalte derzeit laufender Studien.

Kann eine einmalige Lärmexposition einen  Tinnitus verursachen?
Eine einmalige Lärmbelastung führt in aller Regel zur Vertäubung des Gehörs, manchmal in Kombination mit Tinnitus. Sowohl die Vertäubung des Ohrs als auch der Tinnitus sollten sich in den ersten 24h erholen. Eine dauerhafte Störung des Gehörs mit oder ohne Tinnitus entsteht in aller Regel nur dann, wenn die Lärmbelastung über längere Zeit gegeben ist oder wenn es sich beim Lärm um eine Explosion gehandelt hat und ein Explosionstrauma entstanden ist.



Verursacht Tinnitus Depressionen?
In einigen Fällen ja. Der chronische Tinnitus kann zu Schlafstörungen, Störungen in der Konzentration und in der zwischenmenschlichen Kommunikation fürhen. Wie bereits erwähnt wird der Tinnitus nicht von jedem gleich empfunden, über den Grad der Beeinträchtigung entscheidet der Patient. Häufig tritt Tinnitus auch in Zusammenhang mit psychischen Belastungssituationen auf. Häufig wird die Überforderung - der Tinnitus als eine Art "pfeiffender Kochtopf" - in der Befragung durch den Arzt angegeben. Wie bei fast jeder Erkrankung entsteht auch beim Tinnitus ein Wechelspiel zwischen den Ursachen der Erkrankung und den Folgen der Erkrankung.
 
Was ist, wenn ich einen pulsierender Tinnitus verspüre?
Unter einem pulsierender Tinnitus versteht man einen rhythmischen, mit dem Herzschlag synchrones Ohrgeräusch. Im Gegensatz zum sonst "üblichen" Tinnitus, kann dieser Tinnitus meist einer Erkrankung zugewiesen werden. Dazu zählen Bluthochdruck, ein Herzrauschen, ein Störung der Ohrtrompete, ein sog. Glomus Tumor, oder eine Gefäßmissbildung. Manchmal kann der Arzt dieses Ohrgeräusch mit dem Stetoskop oder einerm Mikrofon erfassen, was sonst bei einem Tinnitus nicht möglich ist. Da diese Art von Tinnitus meist einer Erkrankung zugeordnet werden kann, liegt die Behandlung des Tinnitus in der Therapie der Grunderkrankung. Wird diese Erkrankung behandelt, verschwindet der Tinnitus in aller Regel.
 
Kann ich mich vor Tinnitus schützen?
Vor einem Tinnitus, der ohne erklärbare Ursache auftritt, kann man sich nicht schützen. Lediglich bei jenen Tinnitusformen, deren Ursache man kennt, kann ein Schutz erfolgen.
Die wichtigste Massnahme in diesem Zusammenhang ist ein ausreichender Gehörschutz, da eine Lärmbelastung nicht nur zur Hörminderung, sondern auch recht häufig zu einem Tinnitus führt. Eine dauerhafte Lärmbelastung von über 85 Dezibel führt je nach Dauer der Lärmexposition nahezu immer zu einer Schwerhörigkeit, wobei bei manchen Menschen mit empfindlichem Gehör bereits eine niedrige Schallbelastung ausreicht um einen dauerhaften Hörschaden und Tinnitus auszulösen. Der Schutz kann durch Ohrenstöpsel, Ohrenschützer oder besser, der Meidung von Lärmquellen erreicht werden.

Welche Faktoren können einen Tinnitus beeinflussen?
Viele Leute berichten, dass Alkohol, Nikotin und Koffein ihren Tinnitus verschlechtern.
Einige Menschen berichten auch, daß Nahrungsmittel mit einem hohen Zuckerinhalt ihren Tinnitus lauter  erscheinen lassen. Auch Leistungsdruck, psychische Belastungen oder schlicht eine Ermüdung lassen den Tinnitus oft lauter empfinden.Vor allem die Zeit vor dem Einschlafen wird von Patienten oft als sehr schwierig empfunden, da jetzt die Ablenkungen und die Störgeräusche des Tages fehlen und der Tinnitus dadurch stärker und störender empfunden wird.

Welche Untersuchungen werden beim Tinnitus durchgeführt?
Zu Beginn steht die genaue Befragung (Anamnese) durch den Arzt. Dann erfolgt die körperliche Untersuchung. Dies erfordert im  Allgemeinen ein Audiogramm. Dabei kann auch die Frequenz und die Lautstärke des Tinnitus bestimmt werden. Die Betrachtung des Gehörgangs und des Trommelfells mit dem Ohrmikroskop zeigen typischerweise keine Veränderungen. Ebenso werden Blutuntersuchungen durchgeführt, um möglicherweise vorhandenen Infektionen und Stoffwechselerkrankungen auszuschließen. Bezüglich der Infektionskrankheiten wird vor allem in Richtung einer durch Zecken übertragbaren Lyme Borreliose gefahndet, ebenso wird das Blut auf das Vorhandensein von Viruserkrankungen untersucht. Unter den Viren, die einen Hörsturz verursachen können, fallen die Viren der Herpes Gruppe, vor allem das Varicella zoster Virus.Von den Stoffwechselerkrankungen kommen vor allem die Zuckerkrankheit und die Schilddrüsenfunktionsstörung in Betracht.

Eine Kerspintomographie (MRI) des Gehirns wird empfohlen, wenn der Arzt aufgrund der Untersuchungen den Verdacht auf einen gutartigen Tumor des Hörnerven, das sog. Akustikusneurinom äußert.

Wie wird der Tinnitius behandelt?
Ist die Ursache für den Tinnitus bekannt, besteht die Behandlung in der Therapie der Grunderkrankung. Ist die Ursache nicht bekannt wird in aller Regel die gleiche Therapie wie beim Hörsturz durchgeführt.Wegen der unklaren Ursache in den meisten Fällen der Erkrankung, ist die Therapie des Tinnitus nicht einheitlich. In den allermeisten Fällen wird eine Therapie angewendet die vor allem aus der Verbreichung von Kortison besteht, meist in Kombination mit durchblutungsfördernden Medikamenten. Kortison ist jenes Medikament, das in Bezug auf den Tinnitus die beste Wirksamkeit aufweist.

Die Wirksamkeit einer hyperbaren Sauerstoffbehandlung ist weiterhin umstritten, die Zahl der Studien zu gering um eine ablschließende Empfehlung geben zu können.

Erschwerend in der Beurteilung der Wirksamkeit von Medikamenten und Therapieformen kommt neben der meist unbekannten Ursache des Hörsturzes noch die Tatsache hinzu, dass in 80% der Fälle auch ohne Medikamente eine Erhohlung der Hörminderung einsetzt.

Antivirale Mittel werden dann eingesetzt, wenn durch den Blutbefund ein Hinweis auf eine bestehende Virusinfektion vorliegt. Liegt eine Borrelien Infektion durch einen Zeckenbiss vor, so wird mit Antibiotika behandelt, die als Infusionen  über einige Tage hinweg verabreicht werden.

Ist Tinnitus heilbar?
In jenen Fällen, in denen die Ursache für einen Tinnitus bekannt ist, kann die Behandlung dieser Ursache zu einem Verschwinden des Tinnitus führen. In den meisten Fällen ist die Ursache des Tinnitus aber unklar. In solchen Fällen verschwindet der Tinnitus bei einer überwiegenden Zahl der Patienten innerhalb von Tagen oder Wochen. Nur ein geringer Teil erleidet einen chronischen Tinnitus. Von einem chronischen Tinnitus spricht der Arzt dann, wenn das Ohrgeräusch länger als sechs Monate bestand.

Was kann man bei einem chronsichen Tinnitus noch machen und was versteht man unter Tinnitus Maskierung und Tinnitus Retraining?
Die Behandlung des chronischen Tinnitus unterscheidet sich grundsätzlich von jener des aktuten Tinnitus. Während beim akuten Tinnitus Medikamente eingesetzt werden können, ist dies beim chronischen Tinnitus, der nach einem halben Jahr nach der Behandlung immer noch vorhanden ist, nicht mehr möglich. Im Mittelpunkt steht jetzt die psychotherapeutische Behandlung und die Behandlung mit speziellen Hörgeräten.

Die Psychotherapie hat zum Ziel einen Umgang mit der Erkrankung zu finden, der es dem Patienten erlaubt den Tinnitus als Teil des alltäglichen Lebens zu akzeptieren, verstärkende Mechanismen wie Stress zu erkennen und durch Entspannungstechniken zu bekämpfen.

Die sogenannte Tinnitus Retraining Therapie versucht vor allem auf die zentrale Verarbeitung des Geräusches im Gehirn Einfluss zu nehmen. Bis heute ist unklar, wie der Tinnitus entsteht und vor allem auch wo dieser Ton entsteht. Mit dem Tinnitus Retraining soll das Gehirn soweit trainiert werden, dass er das Geräusch nicht mehr wahrnimmt. Die Geräuschverarbeitung ist ein sehr komplexer Ablauf mit vielen Zwischenstationen. Beginnend von der Hörempfindung im Innenohr, werden die Sinnesempfindungen über den Hörnerven ans Gehirn weitergeleitet. Die ersten Zentren im Gehirn regulieren das Reflexverhalten. Jeder kennt das Verhalten als Zusammenzucken bei lauten Geräuschen. Weiters gelangt die Sinnesempfindung ins Großhirn wo eine Verarbeitung über das Hörzentrum der Hirnrinde abläuft. In der Interpretation dieser Sinneseindrücke ist dann das gesamte Gehirn zuständig. Jedoch nicht alle Geräusche, werden vom Gehirn bewusst wahrgenommen. Wir sind tagtäglich von Geräuschen umgeben, die wir nicht mehr bewusst wahrnehmen und doch vorhanden sind. Dieser Zustand wird versucht durch ein Tinnitus Retraining zu erreichen. Gerade beim chronischen Tinnitus, der vom Patienten als lästig empfunden wird, herrscht eine "Hinwendung" zum Geräusch, dem Tinnitus wird somit ständig Aufmerksamkeit geschenkt, er gerät in den Kreis der vom Gehirn bewusst wahrgenommenen Geräusche.

Das Ziel eines Tinnitus Retrainings ist also die Beeinflussung der Wahrnehmung und weniger die Beeinflussung des Innenohrs, wie es etwa Medikamente tun. Erreicht wird dieses Ziel durch bestimmte Instrumente, sog. Rauschgeräte oder auch "Tinnitus-Noiser" oder "Tinnitus Control System" genannt. Dieser "Noiser" gibt einen Ton ab, der im allgemeinen als nicht störende empfunden wird. Dabei ist dieser Ton leiser als der Tinnituston. Der "Noiser" soll also den Tinnitus nicht überdecken, sondern ein zweites Geräusch anbieten, dem sich der Patient bewusst "hinwenden" soll. Er muss sich also bewusst auf den neuen Ton -der im allgemeinen als nicht störend emfunden wird - konzentrieren, und soll so den bestehenden "Tinnitus" vergessen.

Bei der Tinnitus Makierung wird ein Hörgerät eingesetzt ("Tinnitus Maker"), das den bestehenden Tinnitus mit einem Geräusch überdeckt, das vom Patienten als nicht störend empfunden wird. Eine Änderung der Wahrnehmung wie dies beim Retraining bewirkt werden soll, ist beim Tinnitus Masker nicht gegeben.

Die Wirkung des Maskers ist naturgemäß sofort, die Wirkung des Tinnitus Retraining kann mehrere Monate bis hin zu Jahren dauern. Allerdings muss festgehalten werden, dass der Nutzen der Tinnitus-Noiser bislang nicht erwiesen werden konnten.

Welche Verhaltensregeln kann man bei chronischem Tinnitus noch empfehlen?
Neben der psychotherapeutischen Beratung und den Methoden des Tinnitus Retraining gibt es einige Verhaltensweisen, die Patienten mit Tinnitus anwenden sollten.

Da das Gehör bereits eine Überlastung signalisiert sollte nach Möglichkeit jede Art von akustischer Belastung gemieden werden. Gerade die schwierige Phase vor dem Einschlafen kann abgeschwächt werden, indem der Patient versucht mit leiser, beruhigender Musik einzuschlafen.

Gibt es alternative Heilmethoden die beim chronischen Tinnitus angwendet werden können?

Die Zahl der angebotenen, alternativen Therapien in der Behandlung von Tinnitus ist unüberschaubar. Sie reicht von Homöopathie, Neuraltherapie, traditionelle chinesische Medizin bis hin zu Lasertherapien. Eine Erstbehandlung oder eine Erstdiagnose sollte immer und unbedingt von einem Arzt erfolgen, da hinter manchen Fällen von Tinnitus eine nachweisbare, manchmal auch ernsthafte Erkrankung stecken kann. Beim chronischen Tinnitus, der bereits abgeklärt wurde ist eine Behandlung mit alternativen Methoden zu überlegen, wenngleich nur Einzefallberichte über die Wirksamkeit vorliegen. Entscheidend ist bei derartigen Verfahren auch die Einstellung gegenüber der Therapie. Größere Studien über die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden fehlen in aller Regel.


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