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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

Untersuchungen bei Erkrankungen des Nasen Rachenraumes

 

Der Arzt hat mannigfaltige Möglichkeiten die Nase und den Rachen zu untersuchen. Einige dieser Untersuchungen werden vom Patienten als unangenehm empfunden, da es sich bei den untersuchten Regionen um sehr empfindsame Bereiche handelt. Bei der Untersuchung des Rachens werden häufig Würgereize hervorgerufen, die jedoch durch die richtige Untersuchungstechnik meist vermeiden lassen.

 

Die Anamnese
Zu Beginn der Erkrankung findet meist eine Befragung durch den Arzt statt. Diese Befragung wird Anamnese genant. Durch die vom Patienten geschilderten Symptome kann der Arzt bereis wichtige Rückschlüsse auf die Entstehung der Erkrankung ziehen. Je nachdem, welche Symptome vorhanden sind, wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen.

Die Inspektion, vordere und hintere Rhinoskopie
Die äußere Untersuchung der Nase bezieht sich auf die Form, auf eventuell vorhandene Schwellungen oder auf Farbveränderungen. Zustäztlich wird bei Verdacht auf Nasenbeinbruck noch die Beweglichkeit der Nasenwurzel getetstet.Ein Klopfschmerz im Bereich der Nasennebenhölen kann auf eine Entzündung wie die Kieferhöhlenentzündung oder die Stirnhöhlenentzündung hinweisen. Die innere Untersuchung der Nasenhöhle wird Rhinoskop genannt. Der Arzt unterscheidet dabei die vordere und hintere Rhinoskopie, vom Arzt als anteriore und posteriore Rhinoskopie bezeichnet.

Bei der vorderen Rhinoskopie werden die Nasenhöhlen über die Nasenlöcher beurteilt. Der Arzt verwendet dazu als Lichtquelle einen Stirnkranz der ihm optimale Sichtverhältnisse ermöglicht. Zur Untersuchung verwendet er sog. Spekulum um bessere Sicht auf die Nasenhöhlen zu bekommen. Üblicherweise nimmt er das Spekulum in die linke Hand und stützt sich mit dem Zeigefinger an der Wange ab. Die andere Hand wird auf den Kopf des Patienten gelegt. Dann kann er die vorderen Teile der Nase begutachten. Die Untersuchung wird von vielen Patienten als unangenehm empfunden, Schmerzen sollte die Untersuchung nicht verursachen. Üblicherweise bewegt der Arzt den Kopf um so möglichst Einsicht in größere Bereiche der Nasenhöhle zu erlangen.

Bei dieser Untersuchung kann der Arzt vor allem Abweichungen der Nasenscheidewand feststellen (Septumdeviation), er kann die Schleimhaut beurteilen, Schleimhautpolypen erkenne, Blut, Eiter oder Sekret in den Höhlen erkennen.

Manchmal wird der Arzt vor der Untersuchung ein Nasenspray verwenden, der die Schleimhaut zum abschwellen bringt und so eine bessere Einsicht in die Nasenhöhlen ermöglicht. Zustätzlich kann bei Schmerzempfindsamkeit des Patient ein lokales Betäubungsmittel verwendet werden.

Muss eine genaue Inspektion der Nasenhöhlen stattfinden, verwendet der Arzt eine Optik, die mit einem dünnen Schlauch in die Nasenhöhle eingeführt werden kann. Dadurch kann nahezu die gesamte Nasenhöhle bis hinunter in den Rachen inspiziert werden. Diese Untersuchung ist aber deutlich unangenehmer und wird deshalb nur in bestimmten Fällen angwendet.

Hintere Rhiniskopie (Rhinoskopia posterior, Inspektion der hinteren Nasenhöhle)
Im Anschluss an die vordere Rhinoskopie wird häufig die Begutachtung der hinteren Nasenhöhle vorgenommen. Dies kann nicht mehr über die Nase geschehen, sondern wird mit einem Spiegel über den Mund und Rachen durchgeführt.

Für diese Untersuchung benötigt der Arzt einen Mundspatel und einen Spiegel. Der Spiegel wird meist vor der Verwendung angewärmt um ein Beschlagen zu vermeiden. Mit dem Mund wird die Zunge nach unten gedrückt. Ein Würgereiz entsteht nur dann, wenn der Spatel den Zungengrund berührt. Dies wird in aller Regel durch den  Arzt vermieden. Der Spiegel selbst berührt weder Zunge, noch den Gaumen oder den Rachen. Tritt trotz dieser Untersuchungstechnik noch ein Würgereiz auf, wird ein lokales Betäubungsmittel in Form eines Sprays verabreicht. Durch diese Untersuchung und das Drehen des Spiegels kann der Arzt den Nasenrachenraum begutachten. Vor allem die Rachenmandel kann dadurch beurteilt werden, weshalb diese Untersuchung auch bei Kinder durchgeführt wird. Eine Untersuchung des Kindes geschieht hier in aller Regel so, dass die Mutter oder eine zweite Person das Kind auf den Schoß nimmt, es an sich drückt und die Beine des Kindes zwischen den Knien fixiert. Eine Hand wird auf den Kopf gelegt. Dadurch ist in aller Regel eine ruhige Untersuchung des Kindes möglich.



Funktionsprüfungen
Diese Untersuchungen werden nur manchmal durchgeführt, wobei der Arzt jeweils individuell entscheiden muss, ob eine derartige Untersuchung nötig ist.

Rhinomanometrie
Die Luftdurchgängigkeit der Nase wird mit der sog. Rhinomanometrie bestimmt. Dabei wird dem Patienten eine Nasenmaske aufgesetzt und die Druckdifferenz zwischen Naseneingang und Nasenrachenraum kann gemessen werden. Die Druckdifferenzen werden jeweils bei Einatmung und Ausatmung gemessen. Die gemessenen Werte geben Auskunft über die Durchgängikeit der Nase und ob z.B. Nasenabschwellende Tropfen einen Einfluss auf die Nasenatmung haben.

Riechprüfung
Eine Riechprüfung kann einen Hinweis auf eine Schädigung der Riechregion, der sog. regio olfactoria geben. Diese kann z.B. durch einen gutartigen Tumor des Riechnerven oder bei gutartigen Tumoren der Hirnhäute (Menigeom) geschädigt werden. Eine behinderte Nasenatmung führt zur Abnahme der Riechempfundung, was bei einer Erkältung wenn die Nase zuschwillt und alles "irgendwie gleich schmeckt" am Besten nachvollziehbar ist. Überhaupt ist die Riechregion für den "Geschmack" einer Speise oder eines Getränks zuständig. Die Zunge selbst kann nur Süss, Salzig, Sauer und Bitter als Geschmacksqualitäten unterscheiden. Für das was wir als Geschmack definieren müssen Aromastoffe während dem Kauen an die Riechregion gelangen, erst dann kommt der typische Geschmak zum Ausdruck. Im Alter nimmt der Geruchsinn ebenfalls ab.

Die Riechprüfung selbst wird mit Riechstoffen durchgeführt (Zimt, Lavendel, u.a.). Eventuell werden auch Stoffe eingesetzt mit denen eine starke Reaktion des fünften Hirnnerven (Nervus Trigemus) ausgelöst werden kann. Dazu verwendet man entweder Menthol, was als kühlend empfunden wird, oder Salmiak, das einen stechenden Schmerz auslöst.

Bei den Riechstörungen unterscheidet der Arzt zwischen einer Anosmie, wenn der Patient gar nichts mehr riecht, oder eine Parosmie. Unter einer Parosmie wird ein Fehlriechen verstanden, eine Unterform dabei ist z.B. die sog. Kakosmie, wo der Patient alles als übelriechend empfindet. Diese Riechstörung ist meist Ausdruck einer Hirnerkrankung.

Weitere Untersuchungen der Nase
An weiteren Untersuchungen stehen dem Arzt Abstriche der Schleimhaut oder von Sekreten zur Verfügung mit denen er eine Untersuchung auf Mikroben durchführen kann.

Untersuchung der Nasennebenhöhlen
Die häufigste Erkrankung der Nasennebenhöhlen ist die Nasennebenhöhlenentzündung. Der Mensch besitzt mehrere dieser Nebenhöhlen. Es sind dies: der Sinus maxillaris (Kieferhöhle), der Sinus ethmoidalis (Siebbeinzellen), der Sinus fronatlis (Stirnhöhle) und der Sinus sphenoidalis (Keilbeinhöhle). Diese Höhlen sind knöcherne Hohlräume im Schädelknochen. Sie dienen zum einen als Resonanzköper - die Stimme verändert sich wenn die Nebenhöhlen entzündet sind - zum anderen dienen sie der Gewichtsreduktion des Schädelknochens. Der Schädelknochen selbst in kein einheitlicher Knochen, sondern besteht aus mehreren verschiednen Knochen, die durch Spalten voneinander getrennt sind. Beim Kind kann anhand dieser Spalten ein Größenwachstum stattfinden. Hat der Kopf seine endgültige Form im Erwachsenenalter gefunden, verknöchern diese einzelnen Knochen zu einem gesamten Schädelskelett.

Hinweise auf eine Erkrankung der Nasennebenhöhlen ergeben sich bereits aus der Anamnese des Arztes und den geschilderten Symptomen des Patienten. Bei der köperlichen Untersuchung kann er durch das beklopfen der Stirn und der Wangenknochen beurteilen ob die Stirnhöhle oder die Kieferhöhle entzündet. Bei einer vorhandenen Entzündung dieser Höhlen besteht in aller Regel ein sogenannter Klopfschmerz. Wenn er eine Rhinoskopie durchführt, kann er evt. Eiterstrassen aus den Ausführungsgängen der Nasennebenhöhle beobachten, was ein weiteres Zeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung darstellt.

Die Ausführungsgänge selbst können durch eine einfache Rhinoskopie nicht untersucht werden. Mit einer Optik, die mit einem dünnen Schlauch in die Nasenhöhle eingeführt wird,  kann der Arzt nahezu die gesamte Nasenhöhle bis hinunter in den Rachen inspizieren. Auch die Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen können beurteilt werden.

Die Nasennebenhöhlen selbst können nicht ohne weiters untersucht werden. In manchen Fällen - vor allem dann wenn ein Tumor vermutet wird - kann eine Inspektion der Höhlen nötig sein.

Mit der sog. Antroskopie wird mit einem Endoskop die Kieferhöhle untersucht. Dabei muss in meist örtlicher Betäubung die Kieferhöhle punktiert werden. Dies geschieht meist über die Nase, kann aber auch vom Mund aus geschehen.

Eine weitere Untersuchung der Nasennebenhöhlen ist die sog. Kieferhöhlenpunktion.


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HNO ist die Abkürzung für Hals-Nasen-Ohren und stellt ein medizinisches Fachgebiet dar.

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