
Die Septorhinoplastik wird bei Formfehlern der äußeren Nase als Therapie der Wahl eingesetzt. Bei der Schiefnase, Höckernase, Langnase oder der Spannungsnase wird eine Septhorhinoplastik durchgeführt.
Was geschieht bei dieser Operation?
Mit einer Septorrhinoplastik kann man Korrekturen an der äußeren Nase vornehmen. Eine Korrektur der äußeren Nase kann aber immer nur kombiniert mit einem einem Eingriff der inneren Nase durchgeführt werden um die Form und auch die Funktion der Nase erhalten zu können. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten der Septorhinoplastik: die offene Septorhinoplastik und die geschlossene Septorhinoplastik.
Die offene Septorhinoplastik hat den Vorteil, das vor allem das äußere Knorpel- und Knochengerüst optimal positioniert werden kann. Der Nachteil der offenen Septorhinoplastik ist die Narbe im Bereich zwischen den beiden Nasenlöchern - dieser Bereich wird auch als Kolumella bezeichnet - , da von außen her operiert wird. Durch die W-förmige Schnittführung ist allerdings nach Abheilung kaum ein Dekekt sichtbar. Bei dem Eingriff müssen in beide Nasenhöhlen Streifen (Tamponaden) eingelegt werden um eine ausreichende Stützfunktion zu erhalten. Zudem wird außen ein Gips angebracht.
Bei der geschlossenen Septorhinoplastik wird über die Nasenhöhle operiert, eine Narbe ist so außen nicht mehr sichtbar. Die geschlossene Septorhinoplastik beginnt mit einer Korrektur der Nasenscheidewand, dann wird die Form der Nase korrigiert. Auch hier werden im Anschluss an die Operation wieder Streifen in beide Nasenhöhlen eingelegt. Ebenso wird ein Gipsverband angelegt.
Welche Komplikationen kann eine deratige Operation aufweisen?
Über mögliche Komplikationen der Narkose, wird Sie der Narkosearzt (Anästhesist) aufklären. Komplikationen die während der Operation an der Nase auftreten können sind eine Blutung während der Operation oder eine Infektion nach der Operation. Bezüglich der Blutungsgefahr wird der Arzt eine Befragung über die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten machen, ebenso wird in aller Regel der Narkosearzt eine Befragung durchführen ob eine erhöhte Blutungsneigung besteht.
Eine Blutung kann manchmal nach dieser Operation auftreten, da es sich bei der Nase und der Nasenscheidewand um ein sehr stark durchblutetes Gebiet handelt. Durch die beidseitig eingelegten Streifen in der Nasenhöhle, kann das Blut nur über den Rachen abfliessen. Es wird dann vom Patienten entweder geschluckt oder ausgespuckt. Über das weitere Vorgehen bei einer Blutung muss der jeweilige Chirurg entscheiden. Bei schweren Blutungen muss eventuell erneut operiert werden, bei kleineren Blutungen kann eventuell noch zugewartet werden. Dies muss aber immer individuell geklärt werden.
Eine weitere seltene Komplikation ist das Verrutschen der eingelegten Nasenstreifen. Der Patient verspürt dann ein Fremdkörpergefühl im Rachen.
Wie bei fast jeder Operation kann es auch bei der Septorhinoplastik zu Infektionen kommen. Vor allem die Nasenscheidewand kann sich infizieren, was zu starken Schmerzen und Fieber führen kann. Manchmal kann sich auch ein Abszess im Bereich der Nasenscheidewand bilden. Die Folge kann eine Schädigung des Nasenseptums sein, was eine erneute Operation nötig macht. Beim Auftreten von Fieber und Schmerzen wird der Arzt erneut eine Untersuchung vornehmen und eventuell Medikamente gegen die Schmerzen und die Entzündung anordnen.
Sehr häufig ist ein Bluterguss um die Augen herum. Bei dieser Operation wird in der Nähe der sehr empfindlichen Augenlider gearbeitet. Durch die mechanische Schädigung kommt es oft zu recht beträchtlichen Blutergüssen um das Auge. Diese erschrecken den Patienten meist, die Prognose ist jedoch gut, nach ein paar Tagen verschwindet dieser Bluterguss allmählich.
Die beidseits verschlossenen Nasenhöhlen stellen für manche Patienten eine äußerst ungewohnte und unangenehme Situation dar, da die Nasenatmung gänzlich unmöglich ist. Die notwendige Mundatmung führt zum Austrocknen des Mundes, was ebenfalls als sehr unangenehm empfunden wird.
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