Logo

HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

Nasenbeinbruch (Nasenbeinfraktur)

Der Nasenbeinbruch ist eine relativ häufige Verletzung.


Der Nasenbeinbruch, im Fachbegriff Nasenbeinfraktur genannt, gehört zu den häufigsten Brüchen überhaupt. Zum Bruch kommt es vor allem bei frontalen Schlägen gegen die Nase wie diese bei Verkehrsunfällen oder bei Raufhandel vorkommt.

Das typische Symptom ist eine schiefe, angeschwollene, blutende Nase. Wenn der Arzt auf die Nasenwurzel greift, dann ist eine Verschiebung mit Reibegeräuschen möglich. Meist wird der Arzt ein Röntgen des Nasenbeins anordnen um die Diagnose zu sichern.

Welche Komplikation kann bei einem Nasenbeinbruch auftreten?
Im Rahmen eines Nasenbeinbruches kann es zur Einblutung in die Nasenscheidewand kommen. Diese Einblutung wird Septumhämatom genannt und muss durch einen Einschnitt (Inzision) in die Nasenscheidewand therapiert werden, da sonst die Gefahr besteht, dass der Knorpel der Nasenscheidewand abstirbt. Ein Abszess der Nasenscheidewand (Septumabaszess) kann ebenfalls im Rahmen eines Nasenbeinbruchs vorkommen. Unter einem Abszess versteht man eine eitrige Entzündung. Dieser Abszess zerstört den Knorpel der Nasenscheidewand, weshalb der Abszess entfernt und der Defekt operativ gedeckt werden muss.

Welche Therapie wird bei einem Nasenbeinbruch durchgeführt?
Der Nasenbeinbruch wird operativ versorgt. Dies kann entweder unmittelbar nach der Veletzung, oder - wenn ein starke Schwellung der Nase besteht - nach wenigen Tagen geschehen. Versäumt man diese Zeit, so kann eine bleibende Schiefnase entstehen, die durch eine Septorhinoplastik korriegiert werden kann. Der Eingriff wird Nasenbeinreposition genannt und kann in örtliche Betäubung durchgeführt werden. Eine Vollnarkose kann ebenfalls durchgeführt werden, wenn der Patient die örtliche Betäubung ablehnt.



Welche Komplikationen kann eine deratige Operation aufweisen?
Über mögliche Komplikationen der Narkose, wird Sie der Narkosearzt (Anästhesist) aufklären. Komplikationen die während der Operation an der Nase auftreten können sind eine Blutung während der Operation oder eine Infektion nach der Operation. Bezüglich der Blutungsgefahr wird der Arzt eine Befragung über die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten machen, ebenso wird in aller Regel der Narkosearzt eine Befragung durchführen ob eine erhöhte Blutungsneigung besteht.

Eine Blutung kann manchmal nach dieser Operation auftreten, da es sich bei der Nase und der Nasenscheidewand um ein sehr stark durchblutetes Gebiet handelt. Durch die beidseitig eingelegten Streifen in der Nasenhöhle, kann das Blut nur über den Rachen abfliessen. Es wird dann vom Patienten entweder geschluckt oder ausgespuckt. Über das weitere Vorgehen bei einer Blutung muss der jeweilige Chirurg entscheiden. Bei schweren Blutungen muss eventuell erneut operiert werden, bei kleineren Blutungen kann eventuell noch zugewartet werden. Dies muss aber immer individuell geklärt werden.

Eine weitere seltene Komplikation ist das Verrutschen der eingelegten Nasenstreifen. Der Patient verspürt dann ein Fremdkörpergefühl im Rachen.

Wie bei fast jeder Operation kann es auch bei der Nasenbeinaufrichtung zu Infektionen kommen. Vor allem die Nasenscheidewand kann sich infizieren, was zu starken Schmerzen und Fieber führen kann. Manchmal kann sich auch ein Abszess im Bereich der Nasenscheidewand bilden. Die Folge kann eine Schädigung des Nasenseptums sein, was eine erneute Operation nötig macht. Beim Auftreten von Fieber und Schmerzen wird der Arzt erneut eine Untersuchung vornehmen und eventuell Medikamente gegen die Schmerzen und die Entzündung anordnen.

Sehr häufig ist ein Bluterguss um die Augen herum. Bei dieser Operation wird in der Nähe der sehr empfindlichen Augenlider gearbeitet. Durch die mechanische Schädigung kann es oft zu recht beträchtlichen Blutergüssen um das Auge kommen. Diese erschrecken den Patienten meist, die Prognose ist jedoch gut, nach ein paar Tagen verschwindet dieser Bluterguss allmählich.

Die beidseits verschlossenen Nasenhöhlen stellen für manche Patienten eine äußerst ungewohnte und unangenehme Situation dar, da die Nasenatmung gänzlich unmöglich ist. Die notwendige Mundatmung führt zum Austrocknen des Mundes, was ebenfalls als sehr unangenehm empfunden wird.


weiter ---- Startseite ---- HNO im Überblick


 

 

 

 

Links

 

HNO ist die Abkürzung für Hals-Nasen-Ohren und stellt ein medizinisches Fachgebiet dar.

Lesen Sie den Disclaimer (Haftungsausschluss) wenn es sich um medizinische Informationen handelt.