
Die Haut der Nase besteht zum überwiegenden Teil aus übereinandergestapelten, platten Zellen, weshalb der Arzt dieses Epithel als Plattenepithel bezeichnet. Neben den platten Zellen der Haut gibt es noch andere Zellarten, von denen Tumoren der Haut ausgehen könne. Es sind dies u.a. die Zellen der Haarbälge aus denen sog. Basaliome hervorgehen können, sowie pigmentbildende Zellen, von denen das sog. Melanom ausgeht.
Unter einem Karzinom versteht der Arzt ein bösartiger Tumor, der vom Epithelgewebe ausgeht, in diesem Fall von Plattenepithel. Die Ursache für diese Art von Tumor ist die chronische und übermäßige Sonneneinstrahlung. Während beim Melanom vor allem die Anzahl der Sonnenbrände als Risikofaktoren gelten, ist es beim Plattenepithelkarzinom mehr die kummulative Wirkung der Sonne, die kanzerogen wirkt. Einfacher ausgedrückt: je mehr Sonneneinstrahlung die Haut abkriegt, desto höher das Risiko eines Plattenepithelkarzinoms. Ob es dabei zu Sonnebränden gekommen ist, ist im Fall des Plattenepithelkarzinoms nicht so entscheidend wie beim Melanom. Deshalb sind die meisten Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Nase älter als sechzig Jahre, während beim Melanom nicht selten auch jüngere Personen betroffen sind.
Welche Symptome können bei einem Plattenepithelkarzinom auftreten?
Typische Symptome bei einem Plattenepithelkarzinom der Haut sind ein schlecht heilendes, eventuell blutendes Geschwür im Bereich der Nase.
Wie kann der Arzt ein Plattenepithelkrazinom diagnostizieren?
Ein schlecht oder nicht heilendes Geschwür im Bereich der Haut und das meist höhere Alter sind für den Arzt ein Indiz für das Vorhandensein eines bösartigen Tumors. Die endgültige Diagnose kann allerdings nur durch die Entfernung oder die Probeentnahme aus dem betroffenen Areal geschehen. Zudem wird der Arzt meist ein Ultraschall oder eine Computertomografie durchführen um festzustellen ob Lymphknoten betroffen sind.
Welche Therapie kommt bei einem Plattenepithelkarzinom in Frage?
Als Therapie wird eine Operation durchgeführt, bei der versucht wird den Tumor zur Gänze zu entfernen.Die Größe des Eingriffs richtet sich dabei nach dem Ausmaß der Tumorausbreitung. Ist die Gefahr einer Ausbreitung (Metastasenbildung) gegeben, kann es sein, dass eine Lymphknotenentfernung im Bereich der Halsweichteile vorgenommen werden muss. Dieser Eingriff wird Neck dissection genannt.
Wie ist die Prognose des Plattenepithelkarzinoms der Nase?
Da es sich bei der Nase um eine exponierte Position handelt, werden Veränderung meist vom Patienten oder von den Angehörigen früh erfasst. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser ist die Prognose. Die Prognose bei einem bösartigen Tumor der Haut im Bereich der Nase ist also meist sehr günstig. Meist reicht eine einfache Entferung des Tumors aus um eine Heilung zu bewirken. Fortgeschrittene Tumoren - vor allem wenn Metastasen vorhanden sind - lassen sich im allgemeinen schwerer Therapieren und zeigen auch eine schlechtere Prognose.
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