
Unter einer Choanalatresie versteht man den ein- oder beidseitigen Verschluss der hinteren Nasenöffnungen. Als Choane (lateinisch Choana) bezeichnet man die paarige hintere Öffnung der Nasenhöhle (Cavum nasi).
Ein angeborener Verschluss der Choanen wird Choanalatresie bezeichnet. Bei einseitigem Verschluss kommt es nach der Geburt zu Schleimabsonderungen aus dem verschlossenen Abschnitt, bei doppelseitigem Verschluss entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand bald nach der Geburt. Da der Säugling in Ruhe durch die Nase und bei Aufregung (Schreien) auch durch den Mund atmet entsteht eine sog. paradoxe Zyanose. Das bedeutet, sobald das Kind ruhig wird, kommt es zu einer Blauverfärbung der Haut und der Schleimhäute als Ausdruck von Sauerstoffmangel, beginnt der Säugling zu schreien, verschwindet diese Blauverfärbung, da der Säugling jetzt genug Luft bekommt.
Die Therapie besteht zu Beginn in einem Durchstoßen der Atresieplatte, besser noch endonasales Aufbohren und Einlage eines Kunsstoffröhrchens. Bei beidseitigem Verschluss der Choane muss der Säugling umgehend künstlich beatmet werden, danach erfolgt eine operative Versorgung.
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