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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung beim Kind

 

Von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung spricht man bei Kindern erst, wenn die Symptome  länger als drei Monate andauern. Die Symptome betreffen bei einer Nasennebenhöhlenentzündung meist die Kieferhöhle oder die Siebbeinzellen und machen sich als eitriges Abrinnen von Sekret, Behinderung der Nasenatmung, sowie Husten und Kopfschmerz bemerkbar. Es besteht bei den Kindern eine erhöhte Infektanfälligkeit. 

Im Gegensatz zum Erwachsenen weisen die kindlichen Nasennebenhöhlen einige Besonderheiten auf. Bei der Geburt sind lediglich die Siebbeinzellen als einzige Nasennebenhöhlenräume voll entwickelt. Die anderen Nebenhöhlen entwickeln sich erst im Laufe der Jahre. Die Kieferhöhle bildet sich nach der Geburt langsam aus und hat im Alter von gut zwei Jahren etwa einen Zentimeter Durchmesser. Die Stirnhöhle bildet sich erst zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr aus, weshalb Stirnhöhleneiterungen erst ab dem Schulalter möglich sind.

Welche Untersuchungen führt der Arzt bei einer chronischen Nebenhöhlentzündung beim Kind durch?
Schon alleine durch die Befragung (Anamnese) wird der Arzt einen chronische Sinusitis vermuten. Häufige Erkältungen und eine über mehrere Wochen hinweg bestehende eitriges Sekretion aus der Nase sind Hinweise auf eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Als körperliche Unterusuchung wird er eine Inspektion der Nase vornehmen (sog. Rhinoskopie). Er wird auch die Ohren und die Rachenmandel begutachten. In den meisten Fällen wird noch eine Röntgenuntersuchung oder eine Computertomografie zur Anwendung kommen. Eine sog. Verschattung der Nebenhöhlen als Zeichen einer Entzündung ist gerade bei Kindern ein sehr häufiger Befund und nicht immer Ausdruck einer behandlungsbedürftigen Nebenhöhlenentzündung. Alle genannten Untersuchungen sind schmerzlos.

Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung muss in aller Regel mit einer längeren Antibiotikatherapie behandelt werden. Manchmal sind auch die Rachenmandeln eine Infektionsquelle, weshalb die Entfernung der Rachenmandel (Adenoide oder auch Polypen genann) manchmal zu einer Verbesserung der chronischen Nebenhöhlenentzündung führen kann. Nur wenn diese Massnahmen fehlschlagen wird der Arzt eine Operation der Nasennebenhöhlen erwägen, da durch die Änderung der Anatomie im Wachstum die meisten chronischen Nasenenebenhöhlenentzündungen von selbst ausheilen.


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