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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

Epiglottitis (Entzündung des Kehlkopfdeckels, Entzündung des Kehldeckels )

Eine Epiglottitis ist eine meist beim Kind auftretende Entzündung des Kehlkopfdeckels. Selten kann eine Epiglottitis auch beim Erwachsenen auftreten. Hautpsächlich wird eine Epiglottitis durch das sog. Haemophilus Influenza Bakterium verursacht. Gegen die Erkrankung mit diesem Bakterium gibt es eine Schutzimpfung (HiB-Impfung) die in Österreich im Rahmen der Mutter-Kind-Pass Untersuchung durchgeführt wird. Diese Erkrankung findet man im Vergleich zu früher deshalb weitaus seltener. Bei Erwachsenen kommen neben Haemophilus Influenza auch noch Streptokokken oder Staphylokokken in Frage. Im Gegensatz zum Pseudokrupp handelt es sich bei der Epiglottitis um ein sehr schweres Krankheitsbild, bei dem es durch die Schwellung des Kehlkopfdeckels zu einem Erstickungsanfall kommen kann.

Typische Symptome sind ein Atemgeräusch bei der Einatmung, ein sogenannter inspiratorischer Stridor. Zustäzlich kommt es zu einer rauhen, heiseren Stimme, eine kloßige Sprache, vermehrter Speichelfluss, Fieber und herabgesetztem Allgemeinzustand. Die Atemnot nimmt mit zunehmender Erkrankungsdauer recht rasch zu. Der Arzt sieht in der Spiegelung des Kehlkopfes - wenn dies das Kind zulässt - einen geschwollenen, glasigen Kehlkopfdeckel (Epiglottis). Auch ein Ultraschallbild kann die Verdachtsdiagnose bestätigen.

Die Therapie besteht in der Behandlung mit Antibiotika. Zusätzlich werden meist Kortison, manchmal auch Kalzium verabreicht um die Schwellung zu reduzieren. Bei einem Abszeß wird chirurgisch der Abszeß eröffnet. Die beste Therapie ist jedoch die Vorbeugung, weshalb nur stark empfohlen werden kann, Kinder gegen Haemophilus influenza zu Impfen.


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