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HNO - Hals- Nasen- Ohrenkrankheiten


 

Welche verschiedenen Trachealkanülen gibt es?

Trachealkanülen sind Kanülen, die nach einem Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) eingesetzt werden.

Prinzipiell muss bei den Kanülen zwischen Kanülen mit Ballon (Druckmanschette, auch Cuff genannt) und solchen ohne Ballon unterschieden werden. Kanülen mit Ballon werden meist bei frischer Tracheotomie verwendet, Kanülen ohne Ballon werden im Anschluss daran bei Langzeittracheotomie eingesetzt.

Kunsstoffkanüle mit Ballon:
Die weiteste Verbreitung hat eine Kunsstoffkanüle mit eingebetteter Stahlspirale gefunden Für Erwachsene steht ein Tubus mit Ballon, für Säuglinge und Kinder  auch ein Tubus ohne Ballon zur Verfügung.

Metallkanülen und deren Wechsel
Nach ca. 3 Tagen post OP und nach Arztanordnung wird die Plastikkanüle mit Druckmanschette entfernt und durch eine permanente Kanüle ersetzt. Hier gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: die Permanent-Kanüle aus Kunsstoff oder die Metallkanüle. Bei beiden Kanülen unterscheidet man zwischen einer Vollkanüle und einer Siebkanüle. Letztere bieten die Möglichkeit durch ein Ventil oder durch zuhalten der Öffnung beim Ausatmen zu Sprechen. Demnach wird eine Metallkanüle mit Sieb dann eingesetzt wenn zumindest ein Teil des Kehlkopfes mit den Stimmlippen erhalten ist, wie dies bei der partiellen Laryngektomie oder natürlich bei allen anderen genannten Indikationen der Fall ist. Bei der totalen Laryngektomie besteht keine Möglichkeit der normalen Stimmbildung mehr, deshalb werden hier Vollkanülen eingesetzt.

Die Durchführung zum Wechsel von Permanent-Kanülen geschieht sehr oft durch Pflegekräfte und letztlich muß auch der Patient, oder wenn nicht anders möglich die Angehörigen, angelernt werden, die Kanüle selbst zu wechseln. Der Unterschied besteht v.a. darin, daß je länger ein Stoma vorhanden ist, die Neigung zum akuten Verschluss drastisch abnimmt. Permanent-Kanülenträger nach totaler Laryngektomie verbringen auch Zeiten, z.B. Nachts zum schlafen, in denen sie gar keine Kanüle tragen. Hier bleibt also auch Zeit für Stomapflege.




Zum Schutz der umgebenden Haut kann zusätzlich ein Hydrokolloid-Verband hilfreich sein. Um Scheuerstellen am Kanülenende in der Trachea zu vermeiden, sollte zwischen zwei unterschiedlich langen Kanülen abgewechselt werden (z.B. 7 cm und 8 cm). Die Innenkanüle wird zusätzlich, je nach Bedarf, mehrmals täglich herausgenommen und gereinigt.

  • Material bereitlegen
  • Innenkanüle am Ansatz anfassen und herausziehen
  • Innenkanüle mit steriler Kompresse außen reinigen oder ggf. in Reinigungslösung einlegen und hinterher gut mit Wasser abspülen. Kanülenreinigungsbürsten zur inneren Reinigung nur verwenden, wenn sich die Sekretreste nicht von selbst lösen (Bei Kunststoffkanülen Innenkanüle nach dem Trocknen zur besseren Gleitfähigkeit dünn mit Stomaöl ® oder Silikonspray einreiben bzw. einsprühen)
  • Kanülentrageband lösen, Außenkanüle herausnehmen (bei Unsicherheit Rücksprache mit einem erfahrenen Kollegen oder Arzt)
  • Haut feucht reinigen (ohne Seife, nicht mit Watte). Keine Pflegemittel verwenden, wenn der Patient bestrahlt wird, dort wird lediglich abgetupft, ein Puder darf nur in Absprache mit dem behandlnden Arzt verwendet werden.
  • Tracheokompresse so an die Außenkanüle anlegen, dass sie beim Einführen der Außenkanüle zwischen Haut und Kanüle zu liegen kommt. Bei Verwendung spezieller Kompressen mit metalliner Beschichtung (antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung) soll die silberne Seite der Haut anliegen
  • Außenkanüle einführen und mit Trageband fixieren. Das Kanülentrageband sollte nur so straff sitzen, dass sich noch zwei Finger knapp hineinschieben lassen

Bei Hustenreiz zügig weiterarbeiten. Beim Einsetzen der Außenkanüle diese bis zum Anschlag einführen und festhalten, bis der Hustenreiz abgeklungen ist.

Kunsstoff-Permanent Kanüle
Neben der genannten Metallkanüle kommt für Dauerkanülenträger noch die Kunsstoff-Permanentkanüle in Frage. Sie besteht aus einer Außen- und einer Innenkanüle. Letztere kann zum Reinigen problemlos herausgenommen werden. Um den Patienten das Sprechen zu ermöglichen, wird auf das äußere Ende der Kanüle ein Sprechventil aufgesetzt. Dieses Ventil ermöglicht das Einatmen durch die Kanüle. Das Ausatmen dagegen erfolgt über den Kehlkopf. Der Wechsel und der prinzipielle Umgang unterscheiden sich nicht von der Metallkanüle.


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HNO ist die Abkürzung für Hals-Nasen-Ohren und stellt ein medizinisches Fachgebiet dar.

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