
Zurück zur Computerwelt: Es gibt eine Klasse Buttons die auf Klicks reagiert. Das Reagieren auf Klicks ist die wesentliche Methode dieser Klasse. Die Button Klasse besitzt natürlich auch verschiedene Attribute (ein Beschriftung, eine Farbe, eine Form...) die uns Buttons als Buttons erkennen lassen. Das aber wird Ihnen beim Programmieren nicht reichen. Sie wollen einen Button der Ihre spezielle Beschriftung zeigt, der eine bestimmte Farbe haben soll, der aber vor allem eine genaue Funktion ausüben soll, wenn man darauf klickt (einen Text anzeigen, das Datum anzeigen, ein neues Fenster öffnen, ein Zufallszahl anzeigen,....usw.) Mit der Klasse selbst können Sie also nichts anfangen, genausowenig wie Sie mit einem Bauplan real etwas anfangen können. Sie müssen daher eine Instanz von der Klasse (vom Bauplan) erzeugen und dieser Instanz dann Ihre speziellen Funktionen zuordnen. Da das Wort „Funktion“ aber etwas problematisch ist im Zusammenhang mit dem Programmieren (denn Sie haben bereits eine „Funktion“ programmiert) nennt man diese „Funktionen“ in Objective-C Methoden. Also alle Aktionen die ich mit einer Instanz (mit Objekten) ausführen kann, nennt man Methoden, genauer Instanz-Methoden (das Klicken auf Buttons, das Telefonieren mit dem Handy, das Fahren mit einem Auto,...).
Beachte weiters, dass Methoden den Zustand (eine Eigenschaft, ein Attribut) eines Objekts verändern können: z.B. um wieder aufs Handy zu kommen: die Methode ist schnurlos telefonieren. Wenn Sie ein Wertkartentelefon haben, wird das Ausführen dieser Methode dazu führen , dass Ihr Guthaben (der Kontostand: eine Eigenschaft) gesunken ist.
Mathematischer gesprochen vereinigen Objekte Daten und Funktionen zu einer einzigen Struktur. So gehört z.B. der Kontostand beim Wertkartenhandy zu den Daten. Der Kontostand ist eine Variable (erinnern Sie sich an die Defintion einer Variable), weil der Kontostand ist leider nicht konstant – eine Erfahrung aus dem Leben. Die Funktion ist das Telefonieren. Daten (Variablen) entsprechen in Objective-C den Eigenschaften und die Funktionen den Methoden. Wenn Sie eine Instanz einer Klasse erzeugt haben, spricht man von Instanz-Variablen (den Daten) und Instanz-Methoden (den Funktionen). Nicht objektorientierte Sprachen wie C behandeln Daten (Variablen) und Methoden getrennt. Das ist die eigentliche Art wie Computer funktionieren und „denken“, wenn man so will. Objektorientiertes Programmieren kommt der Art wie Menschen denken, nämlich in Objekten, wesentlich näher. Das macht objektorientiertes Programmieren so beliebt (denn auch die bekannten Programmiersprachen C++ und Java sind objektorientierte Sprachen, wenngleich Sie das Objektprinzip nicht allzustreng handhaben). Sie merken also: objetkorientierte Programmierung ist in gewisser Weise ein praktischer Ansatz um das Sprechen mit dem Computer zu erleichtern, gleichzeitig ist es durchaus auch in gewisser Weise ein philosophischer Ansatz, wie man die Dinge betrachtet.
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EINSTIEG
KAPITEL 1: SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM ERSTEN PROGRAMM
KAPITEL 2: OBJEKTE, KLASSEN, INSTANZEN UND METHODEN
KAPITEL 3: DIE VERSCHIEDENEN DATENTYPEN
KAPITEL 4: DIE PROGRAMMSCHLEIFEN
KAPITEL 5: ENTSCHEIDE DICH, ENTWEDER ODER....
KAPITEL 6: UND NOCHMALS KLASSEN
KAPITEL 7: VERERBUNG
KAPITEL 8: POLYMORPHISMUS, DYNASCHISCHE TYPISIERUNG UND DYNAMISCHES BINDEN
KAPITEL 9: NOCH MEHR DATENTYPEN UND VARIABLEN
KAPITEL 10: CATEGORIES, POSING AND PROTOCOL
KAPITEL 11: DER PRÄPROZESSOR