
Bei der Reizweiterleitung kommt es zu einer Freiseztung von Neurotransmittern am präsynaptisch, aufgetriebenen Endknöpfchen der Nervenzelle. Diese Freisetzung bewirkt je nach Typ der Transmittersubstanz an der postsynaptischen Membran depolarisierende (Erregung) oder hyperpolarisierde (Hemmung) Wirkung. Azetylcholin oder Glutamat sind Beispiele für erregende Transmitter (oft kombiniert mit Co-Transmitter wie Substanz P oder Galanin bei Azetylcholin). Erregende Transmitter wie Azetylcholin steigern die Leitfähigkeit für Na, K, Cl an der postsynaptischen Membran, wobei der Natrium Einstrom überwiegt, es kommt zur Depolarisation und zur Ausbildung des sog. exzitatorischen postsynaptischen Potentials (EPSP). Eine postynaptische Membran benötigt jedoch mehrere EPSP um die die Zelle bis zum Schwellenpotential zu depolarisieren. ( örtliche und zeitliche Summation). Das EPSP ist noch keine Alles oder Nichts Antwort. Trifft präsynaptisch eine längere AP-Salve ein so wird die EPSP Antwort auf ein AP jedesmal größer: Potenzierung oder Synaptische Bahnung. Grund dafür ist, daß bei höheren AP Frequenzen die präsynaptische Kalzium Konzentration zwischen zwei AP nicht mehr zum Ruhewert absinken kann ( = erhöhte Transmitterausschüttung). Beipiele für hemmende Transmitter sind z.B. Glyzin und GABA. Die subsynaptische Membran wird hyperpolarisiert und die Erregbarkeit der Zelle herabgesetzt. : inhibitorisches postsynaptisches Potential (IPSP). IPSP und EPSP können gleichzeitig auftreten, d.h. die Summe beider bestimmt ob postsynaptisch ein AP weitergeleitet wird. Wichtig sind diese Vorgänge für das Verständnis von pharmakologischen Prozessen, da es sowohl Substanzen gibt, die ähnlich wie eine erregender Transmitter wirkt und Substanzen, die eher wie hemmende Transmitter wirken und eher zu einer Dämpfung der nervalen Weiterleitun führen. Klassisch wirken z.B. die sog. Benzodiazepine am GABA Rezeptor und wirken deshalb ebenso dämpfend im ZNS wie Alkohol, der ebenfalls zum Teil den GABA Rezeptor beeinflusst und in höherer Konzentration hemmend und dämpfend auf das ZNS bewirkt. Erregende Substanzen sind recht oft dem Adrenalin oder Noradrenalin verwandte Substanzen und finden unter anderem auch im Missbrauch von Drogen Anwendung. Kokain oder Amphetamine und deren Derivate wirken als erregende Substanzen im Nervensystem. Danben gibt es Medikamente die vor allem den Abbau der Transmitter beeinflussen – meist hemmen – und so die Konzentration der Transmitter im synaptischen Spalt erhöhen.
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