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Physiologie des Menschen


 

PLASMAPROTEINE

Die flüssige Phase des Blutes ist das Plasma, dessen Osmolalität ca. 290mosm/kg H²O und u.a. 65-80g Proteine/l enthält, davon etwa  3 rel.% Fibrinogen. Wird dieses bei der Gerinnung verbraucht, entsteht aus Plasma Serum.  Bei der elektrophoretischen Trennung des Serums findet man 60 rel.% Albumin, 4% Alpha 1 Globuline, 8% Alpha2 Globuline,  12% Beta Globuline und  16% Gammaglobuline. Die allgemeinen Eigenschaften und Funktionen der Plamaproteine sind:

  • Nährfunktion: Die 200g Plasmaproteine die in den 3L Plasma eines Erwachsenen gelöst sind stellen ein schnell verfügbares Energiereservoir dar. Die Zellen des Reticuloendothelialen Systems sind dabei, im Unterschied zu den meisten anderen Körperzellen, in der Lage Proteine als gesamtes aufzunehmen und sie in die AS abzubauen, die dann ins Blut abgegeben werden und dort eine schnell verfügbare AS Quelle darstellen.
  • Vehikelfunktion: zahlreiche kleinmolekulare Stoffe werden im Blut an Plasmaeiweiße gebunden.
  • Unspezifische Trägerfunktion: dabei binden die Plasmaeiweiße Kationen in nichtdiffusibler Form. So sind z.B. ca. 2/3 des Plasmacalciums an Plasmaproteine gebunden. Diese Bindung ist pH abhängig. Bei Alkalose ist sie verstärkt.
  • Erzeugung des kolloidosmotischen Drucks: Plasmaproteine sind aufgrund ihrer geringen molaren Konz. nur gering am Gesamtosmotischen Druck des Plasmas beteiligt, sie sind aber unerläßlich zur Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks (KOD). Dieser ist mitbestimmend für die Verteilung von Wasser zwischen Plasma und Interstitium da die Plasmaproteine, im Vergleich zu den anderen osmotisch wirksamen Teilchen des Plasmas, kaum permeabel ist. Vor allem Albumin ist dabei wegen seiner hohen Konz. wichtig. Störungen der Albuminkonz. führen zu einem Interstitiellen Ödem.
  • Pufferfunktion: Eiweiße sind ampholyte, die pH abhängig OH oder H+ Ionen binden können.
  • Blutgerinnung: Der Gehalt an Fibrinogen ist wichtig für eine funktionierende Gerinnung

1. Albumin
Das Albumin stellt den größten Anteil an der Plasmaproteine. Es dient im wesentlichen als Eiweißspeicher und der Osmoregulation. Zu den an Albumin gebundenen Stoffe gehören u.a. Bilirubin, Fettsäuren (das Alpha 1 Lipoprotein : HDL gehört zu den Albuminen)  und körperfremde Stoffe wie PNC, Sulfonamide,..und viele mehr. Bei Leber und Nierenschädigung kann die Albuminkonz. verringert sein.

2. Alpha 1 und2  Globuline sowie Beta Globulin und Gamma Globuline
Die Plasmaglobuline sind im wesentlichen alle Glykoproteine. Zu den Alpha 1 Globulinen gehören die Hormonbinden Proteine Thyroxin bindendes Globulin, Vit. B12 bindendes Globulin und das Transkortin. Zu den Alpha 2 Globulinen gehört das Haptoglobin und das Kupferbindende Coeruloplasmin. Zu den Beta Globulinen zählt das Eisenbindende Transferrin und Beta Lipoprotein (LDL). Die Gamma Globuline stellen die Antikörper gegen körperfremde Antigene dar. Dazu gehören das IgG, IgM, IgA, IgE. Das Fibrinogen bildet eine seperate Fraktion zwischen Beta und Gamma Fraktion der Globuline. Fibrinogen ist die Vorstufe des bei der Blutgerinnung entstehenden Fibrins.


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