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Physiologie des Menschen


 

DIURESEFORMEN

Die Definition der Diurese ist die erhöhte Urinausscheidung von mehr als ca. 1ml / min. Die Formen die dabei auftreten sind die:

  • Wasserdiurese
  • osmotische Diurese
  • Druckdiurese
  • medikamentös induzierte Diurese

 1. Wasserdiurese:
Die Wasserdiurese tritt auf bei einer Osmolalitätserrniedrigung des Plasmas und / oder bei einer Erhöhung des Blutvolumens. Diese Osmolalitätserniedrigung bewirkt eine der ADH Ausschüttung, wodurch vermehrt Wasser ausgeschieden wird. Der Harn ist somit hypoton. 

2. Osmotische Diurese:
Zu einer osmotischen Diurese kommt es, wenn vermehrt nichtresorbierbare Substanzen in den Tubulus filtriert werden. Dies kann zum einen medikamentös verabreichtes bewirkt werden durch die Verabreichung von Mannitol z.B., zum anderen kann es auch im Rahem von Erkrankungen – allen voran dem Diabetes mellitus zu einer osmotischen Diurese kommen. Im Rahem einer Hyperglygkämie beim Diabetes Mellitus kommt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Zucker über den Harn. Die Nierenschwelle von Glucose (180mg%) wird überschritten und Glucose ins Tubulussystem abgegeben. Durch diese vermehrte Ausschüttung von Glucose kommt es aus osmotischen Gründen zu einer vermehrten Ausschüttung von Wasser, da die Glucose das Wasser osmotisch anzieht. Dies führt letztlich zu einer Dehydrierung des Körpers.

3. Druckdiurese:
Eine Druckdiurese entsteht durch eine erhöhte Nierenmarkdurchblutung infolge erhöhten Bllutdrucks.

4. Diuretika:
Ziel der Verbareichung von Diuretika ist die Senkung des Extrazellulärvolumens um damit entweder den Blutdruck zu senken oder Ödeme zu behandeln. Dabei kann es durch Stimulierung des Aldosteronsystems allerdinges zu einer Gegensteuerung, und somit verminderter Wirkung der Diuretika kommen (sek. Hyperaldosterinismus).

  • Eine Gruppe sind die Schleifendiuretika  wie das Furosemid. Sie hemmen das Natrium- 2 Chlorid- Kalium Kotransportsystem des dicken, aufsteigenden Teils der Henleschen Schleife. Sie sind stark diuretisch wirksam. Ein weiterer Effekt (Nebenwirkung) dieser Diuretika ist die sekundär erhöhte Kaliumausscheidung.
  • Eine zweite Gruppe hemmen die Karboanhydratase (Azetazolamid) und somit eine Hemmung der NaHCO3 Resorption. Es kommt zur mäßigen Diurese. (heute nicht mehr in Gebrauch).
  • Thiazide hemmen die Calcium und Natriumresorption vor allem im distalen Tubulus, und erhöhen ebenfalls die Kaliumauscheidung.
  • Das oben schon besprochene Mannitol wirkt über die osmotische Diurese
  • Aldosteronantagonisten hemmen die Natriumresorption und senken die Kaliumauscheidung.


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