
Bedingt durch die Autorhythmie des Herzens kann das Herz zwar auch ohne äußere Nervenversorgung mit einer Frequenz von etwa 70 Schlägen pro Minute schlagen, doch ist eine Anpassung der Herztätigkeit an wechselnde Belastungs- und Entlastungssituationen möglich und notwendig. Bei der Beeinflussung der Herzerregung wird aber nicht nur die Frequenz beeinflusst. Folgende Qualitäten der Herztätigkeit können modifiziert werden.
Die sog. efferenten Herznerven, Äste des N. vagus und des Sympathikus, beeinflussen die Herzfunktion, wobei die Schlagfrequenz durch die zum Sinusknoten laufenden Fasern des N. vagus vermindert (neg. chronotrope Wirkung) und durch die des Sympathikus über Beta-1-Rezeptoren erhöht wird (pos. chrono. Wirkung). Der N. vagus (linker Ast) verzögert, der Sympathikus beschleunigt die Reizüberleitung im AV-Knoten. (neg. bzw. pos. inotrope Wirkung).
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