
Eine Ünterstützung des venösen Rückstroms erfolgt im wesentlichen durch:
1. Muskelvenenpumpe:
Die Funktion der Muskelvenenpumpe beruht darauf, daß die Venen in Zusammenhang mit Kontraktionen der umgebenden Skeletmuskelfasern komprimiert werden, so daß das darin befindliche Blut orthograd wegen der Funktion der Venenklappen Richtung Herz verdrängt wird. Jede Muskelkontraktion unterstützt daher die normale Strömung und reduziert die Blutfüllung der Venen in der Muskulatur. Diese Effekte sind besonders in den Beinvenen wichtig. In den durch Kontraktionen entleerten Venenabschnitten fällt der Druck von 90mmHg (hydrost. Druck) auf ca. 20-30 mmHg ab. Der nachfolgende Wiederanstieg beruht bei intakten Venenklappen auf einer orthograden über die Kapillaren erfolgte Füllung der Venen und nicht auf einem venösen Reflux. Bei insuffizienten Venenklappen ist der Blutstrom verlangsamt, es kann zur Thrombose und/oder Ödembildung mit zunehmender Versorgungsstörung (was dann zum Ulcus cruris führt) kommen.
2. Saug- Druck- Pumpeffekte der Atmung:
Im Verlauf der Inspiration steigt durch den zunehmenden Druck auch der transmurale Druck in den intrathorakalen Gefäßen an. Die damit verbundene Gefäßdehnung führt sowohl zu Abnahmen des Strömungswiderstandes als auch durch den gleichzeitigen Abfall des intravasalen Drucks zu Saugwirkungen auf das Blut in den angrenzenden Gefäßen. Diese inspiratorische Förderung des venösen Rückflusses ist v.a. im Bereich der V. cava superior wirksam. Während der Inspiration nimmt weiters durch Senkung des Zwerchfells der intraabdominelle Druck zu, so daß die transmuralen Drücke und damit die Querschnitte der Gefäße abnehmen, so daß die Kapazität in ihnen sinkt. Durch den Druckunterschied zw. intraabdominellen und intrathorakalen Gefäßen kommt es zum erleichterten Einstrom des Blutes aus dem Abdomen in den Thorax während ein retrograder Fluß in die Extremitäten druch die Venenklappen verhindert wird. Bei Expiration hingegen wird der venöse Fluß von den abdominellen in die thorakalen Venen erschwert. Vor allem bei gesteigerter Arbeit sind dies Effekte beträchtlich. Als Folge der stärkeren Füllung des rechten Herzens während der Inspiration nimmt das Schlagvolumen des rechten Ventrikels zu. Aber auch die Kapazität der Lungengefäße nimmt auf Grund ihrer Dehnung zu, so daß der venöse Rückfluß zum linken Ventrikel und somit das Schlagvolumen abnimmt. (Bei Expiration vice versa). Zudem ist der Ventilebenenmechanismus des Herzens für den venösen Rückfluss verantwortlich.
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