
Unter einer Embolie versteht man den teilweisen oder vollständigen Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material (den Embolus). Für die Embolien gibt es verschiedene Einteilungen, je nach Ursache oder Lokalisation.
Embolien nach der Ursache lassen sich einteilen in:
Embolien nach dem Ort der Embolie lassen sich einteilen in:
Wichtiger als die Therapie ist die Vorbeugung einer Embolie, vor allem einer Lungenembolie. Bei einer Lungenembolie kommt es meist vorher zu einer Bildung eines Blutgerinnsels in den Beinvenen (Beinvenenthrombose: siehe unten). Diese Blutgerinnsel in den Beinen kann sich lösen und wird über die untere Hohlvene in das rechte Herz und von dort in die Lungenarterien verschleppt. Deshalb ist die Früherkennung und Prophylaxe von Beinvenenthrombosen die wichtigste Maßnahmen. Diese Maßnahmen werden weiter unten erläutert.
Ist eine Lungenembolie aufgetreten wird versucht den Thrombus mit Medikamenten aufzulösen. Evt. ist auch eine Operation (Embolektomie) möglich.
Unter einer Thrombose versteht man die Bildung eines Blutgerinnsels, meist im venösen Teil des Gefäßsystems. Thrombosen können sowohl in Arterien als auch in Venen vorkommen, auch können Sie in allen Abschnitten des Körpers vorkommen, klinisch bei weitem am Wichtigsten sind jedoch die Beinvenenthrombosen. Wegen der Verschleppung der Thrombosen in die Lunge (Lungenembolie) ist die Beinvenenthrombose eine akute, lebensbedrohliche Erkrankung. Am Zweithäufigsten sind Beckenvenenthrombosen, vor allem auch bei Schwangeren auftretend.
Welches sind die Symptome einer Beinvenenthrombose?
Welches sind die Ursachen einer Beinvenentrhombose?
Als Ursachen der Entstehung eines venösen Thrombus wird das sog. Virchowsche Trias angeführt. Es ist dies eine Störung der Blutgerinnung, eine Störung der Blutströmung und eine Störung der Gefäßwand.
Eine Störung der Gerinnung kann z.B. während der Schwangerschaft (Hormonbedingt) ober bei Einnahme von Verhütungsmittel ("Pille" - ebenfalls Hormone), oder durch erbliche Störungen der Gerinnung vorkommen.
Die Verlangsamung des Blutstromes hat große pflegerische Bedeutung, da alles was die Mobilität des Patienten einschränkt, auch zu einer Verlangsamung im Blutstrom führt. Bei Bettlägrigkeit oder bei geschientem Bein (Gips, etc.) ist die Gefahr einer Beinvenenthrombose besonders hoch.
Schädigungen der Gefäßwand können z.B. im Rahmen von Operationen vorkommen, aber auch schädigende Einflüsse wie das Rauchen können zu einem Gefäßwandschaden und zur Thrombose führen. Hiermit wird auch klar warum eine "Mischung" aus Rauchen und Pille selbst bei jungen, mobilen und gesunden Personen zur Thrombose in den Gefäßen führen kann.
Wie geschieht die Diagnose bei einer Beinvenenthrombose?
Neben der Verdachtsdiagnose aufgrund der klinischen Symptomatik gelingt die Diagnose der Beinvenenthrombose heute meist mit Hilfe des Ultraschalls. Andere Verfahren (z.B. Phlebografie - eine Röntgendarstellung der Venen), die früher angewendet wurden, haben meist nur mehr geringere Bedeutung. Im Blut wird der Parameter des D-Dimer untersucht.
Wie ist die Therapie und Prophylaxe der Beinvenenthrombose?
Das beste Mittel ist die Prohpylaxe. Als prophylaktische Maßnahmen zur Beinvenenthrombose ist die Bewegung und die Mobilistation des Patienten aus pflegerischer Sicht im Mittelpunkt. Bandagieren der Beine mit Kurzzugbandagen führen zu einem verstärkten Blutrückfluss und können so einer Thrombose vorbeugen.
Hat sich ein Thrombus gebildet, so kann versucht werden, dies medikamentös zu behandeln. Hier zielt die Behandlung vor allem darauf ab, dass sich der Thrombus nicht weiter vergrößert. Eine "Auflösung" des Thrombus mit Medikamenten wird nur mehr selten durchgeführt. Auch die chirurgische Entfernung venöser Thromben kann nur selten durchgeführt werden.
Welches sind die Folgen einer Beinvenenthrombose?
Nach einer Beinvenenthrombose kann es zum sogenannten postthrombotischen Syndrom kommen. Da durch die Thrombose die Venenklappen geschädigt werden, erweitern sich die Venen, das Blut verbleibt in den Beinen und löst dort eine Durchblutungsstörung aus. Dies führt zu einer Veränderung der Haut, da Abbauprodukte nicht mehr ausreichend abtransportiert werden und das Bein nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Im schlimmsten Fall kann dies zur Bildung von Unterschenkelgeschwüren führen.
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