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Pflege bei Erkrankungen des Verdauungstraktes


 

Inhaltsverzeichnis

Gastroenterologische Diagnostik
Gastroduodenalsonden
Ösophaguskompressionssonden
Percutane Endoskopische Gastrostomie
Künstliche Ernährung
Parenterale Ernährung
Darmreinigung
Erkrankungen des Ösphagus
Ösophagusdivertikel
Ösophaguskarzinom
Gastritis
Magenkarzinom
Akutes Abdomen
Ileus - Darmverschluss
Morbus Crohn
Colitis ulcerosa
Dickdarmdivertikulose/-itis
Dickdarmpolypen und Kolorektales Karzinom
Hämorrhoiden
Appendizitis
Hernien
Stoma



Untersuchungen bei Erkrankungen des Bauchraums

Das Fachgebiet bei Erkrankungen des Magen Darm Traktes wird als Gastroneterolgie bezeichnet. Oftmals beinhaltet dieses Fachgebiet auch noch die Lehre von den Lebererkrankungen, der Hepatologie. Behandelt und diagnostiziert wird eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes von Internistischen Gastroenterologen oder von Chirurgen.

Anamnese und Körperliche Untersuchungen

Unter einer Anamnese versteht man das Gespräch des Arztes mit dem Patienten zur Erhebung von Beschwerden und Krankheitsbildern. Zuerst wird der Patient dabei in aller Regel seine aktuellen Beschwerden berichten. Dabei wird der Arzt im Besonderen verschiedene Punkte abklären: Appetit, Gewichtsverlust ohne Diätanstrengung, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Stuhlgang Blähungen und Windabgang sind klärenswerte Punkte bei der Anamnese.

Im Anschluss daran folgt die körperliche Untersuchung. Es geschieht dies durch, Inspektion, Palpation, Perkussion  und Auskultation. Die rektale Untersuchung dient zur Beurteilung des Analringes, des Sphinktertonus, der Schleimhautverhältnisse, dem Zustand der Rektumampulle und bei Männern der Prostata.

Stuhluntersuchungen

Stuhluntersuchungen werden häufig durchgeführt um Erkrankungen des Darmes abzuklären. Der Nachweis von okkultem (verstecktem) Blut im Stuhl dient zur Abklärung von Blutungen im Darmabschnitt, vor allem dient diese Untersuchung zur Frühdiagnose bei Darmkrebs. Daneben werden Stuhluntersuchungen häufig durchgeführt wenn Infektionen durch Bakterien, Viren oder Parasiten (v.a. Würmer) vermutet werden.

Nachweis okkulten Bluts im Stuhl: z.B. durch Hemo-Fec-Test ®
Def.: okkultes = mit dem bloßen Auge nicht sichtbares Blut
Der Test wird an drei aufeinander folgenden Stuhlgängen durchgeführt.

Anwendung:

  • Beschriften des Teststreifens
  • Seite die vom Patient zu öffnen ist öffnen
  • Stuhlproben mit dem beigefügten Spateln aus verschiedenen Stuhlabschnitten auf die Felder geben.
  • Testbrief verschließen

Austestung:

  • Andere Seite öffnen
  • mit Testlösung beträufeln (je 2 gtt)

Verfälschung des Ergebnisses:
Rohe oder halbrohe Fleisch- und Wurstwaren, Vitamin-C-Präparate, Zahnfleisch- oder Nasenbluten oder eine Regelblutung kann das Ergebnis verfälschen. Prinzipielles Ziel ist meist die Abklärung auf ein bestehendes Darmkarzinom. Hämorrhoiden verursachen häufig Blutungen, weshalb bei einem positiven Test auf Blut immer auch eine Abklärung auf eine harmlose Hämorrhoidenblutung durchgeführt wird.

Bildgebende Verfahren

Bei Erkrankungen des Bauchraumes werden zur genaueren Abklärung praktisch immer bildgebende Verfahren angewendet. Speziell die Ultraschalluntersuchung wird sehr häufig durchgeführt. Untenstehend ein kurzer Überblick über die am häufigsten verwendeten Verfahren.

Abdominale Sonographie:
Untersuchung:

  • Konturen eines Organs und Feinstrukturen werden sichtbar

Verwendung:

  • Beurteilung Leber, Gallenblase, Pankreas, Milz, Nieren , Aorta
  • Nachweis von Flüssigkeits-ansammlungen in der Bauchhöhle

Vorbereitung bei Oberbauchsonographie

Vorbereitung:
Patient informieren, ab Mitternacht nüchtern.

Abdomenleeraufnahme:
Unter einer Abdomen Leer Aufnahme versteht man die Röntgenuntersuchung des Bauchraumes ohne Kontrastmittel. Sie wird üblicherweise im Notfall bei einem akuten Abdomen eingesetzt.

Verwendung:

  • Pankreatitis = Kalkeinlagerungen
  • Darmverschluss = Dünn- od. Dickdarmspiegel
  • Magen- od. Darmperforation = Luftsicheln unter dem Zwerchfell

Abdomen leer

Vorbereitung:
Der Patient sollte für diese Untersuchung nüchtern sein, im Notfall jedoch auch ohne Nüchternheit möglich.

 

Ösophagusbreischluck, Magen-Darm-Passage und Kolonkontrasteinlauf

Kontrastmittelröntgenaufnahme:

  • Tumor-, Ulkus-, Fistel-, Divertikeldarstellung
  • Beurteilung der Beweglichkeit der Organe

Verabreichung des Kontrastmittels:

  • oral: Ösophagusbreischluck, Magen-Darm-Passage
  • Duodenalsonde: Jejunum u. Ileum
  • Einlauf: Dickdarm

Vorbereitung:

  • Aufklärung
  • Salinische Lösung trinken bis Stuhlwasser kamillenfarben ist
  • Darmreinigung muss bis am Abend vollendet sein

Tag der Untersuchung
Der Patient sollte für diese Untersuchung nüchtern sein.


Computertomographie:
Abdomen-CT

Vorbereitung:
Kontrastmittel trinken (Scanotrast mit Wasser auf 900 ml auffüllen, 2 Gläser trinken, den Rest in die Flasche wieder abfüllen und mit zum CT schicken). Der Patient muss für diese Untersuchung  meist nicht nüchtern sein.

 

Endoskopien

Die Endoskopie dient der opitschen Beurteilung der Schleimhautverhältnisse von Magen, Dickdarm und zum Teil auch Dünndarm. Mit dem Endoskop kann zusätzlich noch Probenmaterial für eine histologische Untersuchung gewonnen werden.

Gastroskopie:
Die Gastroskopie ist die Untersuchung des Magens und des Zwölffingerdarms mit einer endoskopischen Optik .

Übliche Vorbereitung:

  • Der Patient muss für diese Untersuchung in aller Regel nüchtern sein (mind. 6 h)
  • Patient darf aber bis zur Untersuchung meist schluckweise trinken
  • Ausgefülltes Informationsblatt und ausgefüllte Zuweisung(Gerinnung)
  • Patient nach Abruf mit gesamten Unterlagen mit dem Bett zur Untersuchung schicken

Coloskopie (Darmspiegelung):
Die Koloskpie (Darmspiegelung)  ist die Untersuchung des Dickdarms und manchmal auch des terminalen Ileums mit einer endoskopischen Optik .

Wie sieht eine übliche Vorbereitung auf eine Darmspiegelung aus?

Am Vortag:
Der Darm muss für diese Untersuchung entleert werden – Beginn am Vortag mit dem Trinken von mehreren Litern Salinischer Lösung (diese kann mit Sirup im Geschmack  verändert werden). Trinkgeschwindigkeit: 1 Glas pro 15 – 20 min, am besten schluckweise, die Gesamttrinkmenge richtet sich nach dem Produkt; Endprodukt soll wie Kamillentee aussehen, d.h. keine flockigen Beimengungen mehr.

Am Untersuchungstag:
Beginn in der Früh mit mindestens einem halben Liter Sailinscher Lösung, da der Darm (Schleimhaut) feucht sein muss. Am morgen wird das Stuhlwasser etwas mehr verunreinigt sein als am Vorabend, da sich über Nacht die letzten Stuhlreste ansammeln. Nephrologische Patienten nehmen statt Salinischer Lösung Klean-Prepâ . Während des Abführvorganges darf der Patient nur klare Suppen und Getränke zu sich nehmen. Alternative zum Trinken: Legen einer Magensonde und Verabreichung der Salinischen Lösung über diese.

Nachsorge:

  • Vitalzeichenkontrolle
  • auf Veränderungen des Abdomens achten
  • auf Veränderung der Stuhlausscheidung - vor allem Blut im Stuhl - achten.

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Links

 

Infos über die Pflege bei Erkrankungen des Magen Darm Traktes.

 

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