
Die Anlage einer PEG Sonde ist mittlerweile eine sehr häufig durchgeführte invasive Maßnahme um Patienten eine enterale Ernährung zu ermöglichen. Im Vergleich zu einer transnasalen Sonde fehlen die die üblichen Fremdkörperreaktionen, weshalb bei längerer enteralen Ernährung heute fast immer eine PEG Sonde gelegt wird.
Definition der PEG Sonde
Unter endoskopischer Sicht und durch die Bauchdecke wird eine Ernährungssonde gelegt. Ein Schlauch wird durch den Magen und die Bauchöhle nach außen abgeleitet.
Vorteile
Nachteile: Infektionsgefahr
Indikationen
Komplikationen bei der Anlage einer PEG:
Eine PEG Sonde weist eine Reihe von möglichen Komplikationen auf, die es abzuschätzen gilgt. Es sind dies die.
Vorbereitung beim Legen einer PEG Sonde
Das Legen der PEG Sonde ist eine invasive Methode die jedoch keine Vollnarkose benötigt. Üblicherweise wird ein Beruhigungsmittel verabreicht. Vorbereitungen müssen dennoch getreffen werden. Es sind dies:
Arten von Sonden
Zur Anwendung kommen heute Sonden verschiedener Anbieter. Es handelt sich meist um einen Schlauch aus gewebsfreundlichen Materialien unterschiedlicher Dicke. Die Fixation im inneren geschieht entweder durch eine Platte oder über einen geblockten Ballon mit isotoner Kochsalzlösung.
Neben der PEG Sonde steht auch die Möglichkeit der Anlage eines Gastrotube. Der Gastrotube ist ein Ersatz für eine PEG Sonde, der Patient muss somit bereits eine PEG Fistel besitzen wenn ein Gastrotube gelegt werden soll. Die Fixation geschieht mit einem mit isotoner Kochsalzlösung geblockten Ballon. Der Ballon muss 1 x wöchentlich neu geblockt werden. Der Gastrotube sollte alle 3 – 6 Monate gewechselt werden, da Magensäure den Silikonballon angreift.
Da es sich bei der PEG Sonde um eine direkte Verbindung von Bauchraum mit der Außenwelt handelt und die PEG Sonde gleichzeitig ein Fremdkörper darstellt, ergeben sich daraus zwangsläufig häufige Pflegeprobleme. Ein entsprechendes Problem ist demnach der hygienische Umgang mit der PEG Sonde. Ein aseptischer Verbandswechsel, eine suffiziente Händehygiene und eine Einschulung des Pat. od. Angehörige sind notwendige hygienische Anforderungen. Duschen ist unbedenklich, beim Vollbad sollte eine Folie verwendet werden. Der Schlauch sollte bei einer Inkontinenzeinlage stets aus der Einlage herausragen. Durch die Sondenlage kann es unter Umständen zu Druckstellen kommen. Maßnahmen dagegen ist ein Verschieben der Sonde um 1-2 cm. Ebenso sollte man die Sonde um 180° drehen, auf Platzierung der Halteplatte und Sonde achten sowie eine Pflasterallergie bedenken.
Bei der Nahrungszufuhr sollte der Patient miteinbezogen und geschult werden, der Oberkörper sollte hochlagert werden, nie im Liegen sondieren wegen des Reflux, und auf ausreichende Mundpflege achten.
Eine weiteres Problem ist, dass die Sondeneintrittstelle der PEG Sonde häufig nässt. Dann ist ein öfterer Verbandswechsel notwendig, event. kann eine dickere Sonde überlegt werden oder die Platte leicht angezogen werden (Achtung Druckstelle)
Wenn die Sonde herausrutscht sollte man die äußere Platte lösen, die Sonde zurück schieben
oder Einmalkatheter als Schienung verwenden. Der Patient sollte nüchtern bleiben, im Anschluss wird die Sonde oft gastroskopisch erneut gelegt, evt. ist ein Gastrotube möglich.
Verbandswechsel bei der PEG-Sonde
Ein Verbandswechsel ist zu Beginn häufig täglich, in späterer Folge in zwei- bis dreitägigen Abständen nötig. Bei stark sezernierende PEG Sonden ist auch ein häufigerer Verbandswechsel notwendig. Beim Verbandswechsel findet auch immer eine Beurteilung der Wunde statt.
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